Schnelle Tortendeko mit Washi Tape

Der allererste Geburtstag ist immer was besonderes. Auch wenn man sich später nicht daran erinnern kann, bleiben zumindest die Fotos und die Erzählungen. So habe ich dieses Mal für meinen Sohn eine Regenbogentorte gebacken und diese mangels Zeit mit Washi Tape dekoriert. Ich zeige euch zuerst, wie man die Deko macht und dann einige Fotos von der Torte. Das Rezept für die Torte stammt nicht von mir, ich habe es auf Pinterest entdeckt und bin dann auf diesem Blog gelandet. Das einzige, das ich geändert habe: Keine Buttercreme außen, sondern Fondant. Darunter natürlich die Buttercreme, damit es hält. So schön wie in dem Blogpost wird es mit österreichischer Butter nämlich nicht, weil sie nicht weiß, sondern gelblich ist.

Für die Tortendeko braucht man lediglich:

Schaschlikspieße, Schnur, Papier, Washi Tape und eine Schere

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Nun die Schnur an den Rand des Papiers legen

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Streifenweise Washi Tape vorne und hinten draufkleben, sodass die Schnur oben bleibt

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Am Ende sieht das dann etwa so aus:

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Nun einfach mit der Schere Dreiecke oder Fähnchen ausschneiden.

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Das Ganze dann an die Spieße binden und in die Torte stecken. Leider ist meine nicht so perfekt geworden, weil ich beim Ausrollen des Fondants ein Loch reinbekommen hab :/

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Und so sah sie dann aus, als sie angeschnitten war:

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Gut behütet: Mehr Mut zum Schlapphut!

Man muss ein Hutgesicht haben. Ich weiß nicht, ob ich ein Hutgesicht habe, aber ich werde diesen Sommer endlich etwas kaufen, das ich schon immer haben wollte, mich aber nie zu tragen getraut hab: Einen großen, wenn nicht sogar riesigen, Strohhut. Einen sogenannten Schlapphut oder Floppy Hat. Es gibt ihn in allen Preiskategorien und so ziemlich in jeder Farbe. Gestreift scheint gerade auch der Huttrend Nummer eins zu sein, ich jedenfalls präferiere die einfarbigen Modelle. Ich habe mich also auf die Suche begeben und diese tollen Modelle gefunden. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden. Hach.

Floppy Hats

 

Floppy Hats by iwonawisniewska featuring a floppy hat

Nordstrom sun hat, €35 / ASOS floppy hat, €27 / Topshop floppy hat, €37 / Maison Michel wide brim hat, €415 / Crochet hat, €37 / Hinge Open Weave Floppy Straw Hat | Nordstrom

 

Mein absoluter Favorit im Moment ist jedenfalls der hier, weil er einfach wirklich groß ist:

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gesehen bei ASOS

Übrigens gibt es den Schlapphut als Modeaccessoire schon seit dem 17. Jahrhundert, damals wurde er allerdings hauptsächlich von Männern getragen und war auch sehr teuer. Einige Aufzeichnungen des Huts gehen sogar bis ins 16. Jahrhundert zurück.

Terrasse 2.0

Vier Jahre habe ich damit verbracht, konzeptlos die Terrasse zu gestalten. Ich wollte so viel ausprobieren, aber vieles davon ist nicht so geworden wie ich es mir vorgestellt habe, deshalb krempel ich dieses Jahr alles um, auch wenn es einiges an Zeit und Geld kostet. Zunächst entferne ich bis auf ein paar Ausnahmen sämtliche Pflanzen und habe mir folgende Regeln für neue Pflanzen auferlegt:

  • Keine einjährigen Pflanzen mehr – außer es sind Wiesenblumen oder etwas, das einfach entfernt werden kann.
  • Nur noch widerstandsfähige Pflanzen, die viel Sonne und viel Wind aushalten
  • Keine Tomaten mehr, nur noch Kräuter
  • Kein Tisch + Sesseln, weil man öfter draußen was trinkt als was isst, deshalb muss es gemütlich sein
  • Lieber große Blumentöpfe als unzählige kleine

Neben der neuen Begrünung habe ich auch schon einen neuen Sichtschutzzaun und neue Möbel bestellt, ein bisschen Inspiration für Deko darf trotzdem sein, fad soll es ja nicht aussehen. Freue mich schon sehr auf diesen Sommer, es wird richtig schön, draußen zu sitzen, wenn alles einfach passt. Aber zunächst muss ich das alte Gerümpel loswerden und das wird ein bisschen Arbeit. Auch wenn ich in dieser Wohnung sicher nicht eine Ewigkeit leben werde, soll es zumindest die nächsten zwei Sommer noch gemütlich werden. Spätestens dann will ich sowieso wieder was anderes ;)

Hier ein paar Inspirationen, darunter auch einiges, das ich gekauft habe bzw. noch kaufen werde. Jetzt heißt es nur noch auf die Lieferung warten.

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Das Karenz-Loch

Seien wir uns alle ehrlich, die wir Kinder haben: In Karenz zu gehen ist zwar eine Zeit lang wirklich super, weil man viel Zeit mit seinen Kindern verbringen kann – gerade die wichtigste Zeit -, aber nach einiger Zeit fühlt man sich beruflich total abgeschotet. Und nicht nur das: Man wird etwas unkreativ. Ich ertappe mich dabei, in eine Art Karenz-Lethargie zu verfallen, die zwar nichts mit Faulheit aber mit Resignation zu tun hat. Ich sage nicht, dass ich resigniert habe, aber man nimmt sich oft anfangs so viel vor und am Ende macht man gar nichts davon, weil es einfach die Zeit nicht erlaubt. Die. Zeit. erlaubt. es. nicht.

Das ist so, das können wir alle einfach zugeben, denn Zeit ist etwas, das man mit Kindern wirklich vermisst. Zeit für sich selbst, Zeit für die vielen Ideen die man hat. Man will schon längst etwas schreiben, einen Film schauen oder ein paar E-Mails beantworten. Und manchmal schafft man es zwischendurch, aber gerade mit kleinen Kindern ist man abends wirklich richtig fertig und will sich dann eigentlich wirklich nur noch kurzfristig passiv berieseln lassen. Entweder etwas lesen oder eine Serie schauen. Man kann noch so eingespieltes Team sein und vom Partner oder der Partnerin Unterstützung erfahren, aber im Endeffekt muss man da wirklich alleine durch und manchmal ist es nicht einfach.

Sprechen wir nicht über Schlafmangel, denn das wurde schon oft gesagt. Sprechen wir doch mal über die intellektuellen Herausforderungen, die einem im Alltag fehlen, wenn man sich von Babyschwimmen zum Elternbesuch hantelt. Und mir fehlt vor allem eines: Die Gespräche mit anderen Erwachsenen. Das klingt vielleicht blöd, aber ich rede irrsinnig gerne und ich unterhalte mich sehr gern mit anderen Menschen. Und in der Arbeit als auch in meiner Freizeit bin ich eine absolute Netzwerkerin. Aber man fühlt sich trotz vieler Kontakte eine Zeit lang etwas isoliert. Weil man bei vielem nicht mehr “dabei” ist.

Das Karenz-Loch ist aber keine Depression, sondern eine Art Winterschlaf für die Seele. Man tut sich etwas schwer, in die Gänge zu kommen, aber die Motivation für Projekte ist trotzdem da. Man will ja eh. Aber man weiß auch, dass es eine Zeit ‘danach’ geben wird. Kinder werden größer, selbstständiger, ruhiger. Man sollte die Karenzzeit also auch dazu nutzen, sich Ideen für die Zukunft zu überlegen.

Das Gute als auch Schlechte an der Sache ist, dass es nur eine kurze Pause ist. Was ist ein Jahr oder was sind zwei Jahre im Vergleich zum Rest des Lebens? Danach geht’s wieder normal weiter, wenn auch mit Einschränkungen. Die Zeit, in der man außer Kinder hüten noch was anderes Produktives macht, genießt man richtig – auch wenn es stressig ist. “Zur Erholung ins Büro gehen”, sag ich immer. Aber spontan nach der Arbeit was trinken gehen ist halt Organisationssache – aber eigentlich einfach zu bewältigen. Man ist einfach nicht mehr so egoistisch und das tut richtig gut.

Diese Freiheiten, die man aber dafür teilweise aufgibt und die in unserer Gesellschaft manchmal wichtig sind, müssen es einem wirklich wert sein. Und das ist es auch. Aber ich verstehe, warum viele Menschen davor Angst haben. Weil es wirklich ein harter Job ist. Es ist ein schwieriger Job, aber er kann mit Geld nicht aufgewogen werden. Ein Job, in dem man viele Fehler macht. Man macht die Fehler immer wieder, aber man liebt den Job trotzdem. Man muss lernen, seine Gefühle in Zaum zu halten und Gefühle nicht zu verletzen. Man wird nie perfekt sein darin, aber man will es auch nicht.

Man lernt zwischenmenschlich sehr viel. Man lernt seine eigene Kindheit viel besser zu reflektieren und fängt an vieles zu verstehen. Aber es ermüdet auch und macht einem manchmal zu schaffen.

Wir müssen aber auch alle ehrlich zueinander sein. Überall ist das Thema Kinderwunsch versus Kinderlos zu lesen und mir kommt manchmal vor, dass beide Seiten gegeneinander ausgespielt werden. Aber wozu? Können wir in einer toleranten Gesellschaft die Wünsche, Entscheidungen und Lebensmodelle anderer Menschen nicht einfach akzeptieren? Warum muss alles immer ein “Entweder – oder” sein? Ja, Kinder sind toll. Aber sie sind auch kleine Monster, die einem sehr viel Kraft und Energie kosten. Klar sind sie das. Aber man liebt sie und würde vermutlich nicht mehr tauschen wollen. Aber wenn man sie erst gar nicht will, ist das doch okay.

Und um meine Ausschweifungen zu beenden, möchte ich noch etwas Positives sagen: Die Karenz bietet die Möglichkeit, sehr intensiv darüber nachzudenken, wie es weitergehen soll. In vielerlei Hinsicht. Das sollte man wirklich auskosten.

Peinliches Medien-Hickhack

Eigentlich wollte ich ihn ja ignorieren, den Text von Silvia Jelincic auf Fisch&Fleisch. Leider schwirrt er immer noch in meinem Kopf herum und deshalb möchte ich auf diesen Text eingehen und ihn beantworten, weshalb die vorherige Lektüre des Textes jedem ans Herz zu legen ist, um meine nachfolgenden Worte zu verstehen.

Frau Jelincic führt in dem Text zunächst ausführlich an, welche Preise sie als Journalistin nicht gewonnen hätte und dass sie nur der tollen Geschichten wegen Journalistin sei. Ich verstehe aber gar nicht, warum sie das überhaupt schreibt, wenn es ihr nichts bedeutet. Komisch.

Ich habe Preise gewonnen, die mir nichts bedeuten, Handelspreis, Nummer 2 der Wirtschaftsjournalisten, hab einen Bestseller geschrieben, dann den Innovationspreis für fischundfleisch bekommen, war bei Markus Lanz im ZDF und immer wieder im Radio etc – na und?

Das kann man ja alles noch verstehen. Bis zu diesem Punkt sehe ich das alles ein, aber eigentlich will ich auf etwas völlig anderes in dem Text eingehen, weil es offenbar immer noch sehr viele Missverständnisse bezüglich der Arbeit von Online-Journalisten gibt. Dies ist meine persönliche Meinung und ich schreibe sie darnieder, weil ich auch sehr viele KollegInnen in meinem Alter habe, die in verschiedenen Medienhäusern und als Freie arbeiten und ich weiß, was in der Medienbranche gerade passiert und wie es sehr vielen damit geht. Schauen Sie doch mal, Frau Jelincic, wie eifrig die jungen KollegInnen zum Beispiel bei Vice arbeiten oder wie eifrig neue Produkte in bestehenden Medienhäusern entwickelt werden.

Sehr wütend hat mich in dem Text nämlich folgende Passage gemacht:

Ich sprach auch mit Lehrbeauftragten über den Nachwuchs und wurde immer nachdenklicher. Fazit: “Die wenigsten zeigen Eifer” Und das sind die Worte eines Professors. Das ist keine Pauschalverurteilung!

Natürlich ist das eine Pauschalverurteilung und ich glaube, Frau Jelincic hat einfach keinen sehr großen Einblick bekommen, wie Online-Journalismus funktioniert. Und ja, natürlich sind damit hauptsächlich Online-Journalisten gemeint, denn der kleinste Teil des Nachwuchses geht in einen Job, in dem (nur) Print gemacht wird heutzutage. Weil ich gerade in der Laune dazu bin, möchte ich ein paar Unterschiede zwischen Print- und Online-Journalisten anführen, die dazu führen könnten, warum junge Onliner in ihrer (und auch der vieler anderer älterer JournalistInnen) Wahrnehmung nicht “eifrig” genug erscheinen.

  • Online-JournalistIn wird man aus den selben Gründen wie Print-JournalistIn. Es hat meist mit Idealismus zu tun. Was sonst? Gerade Online-Journalisten können sich wohl schwer auf Geld oder andere Privilegien ausreden. Die tollen Verträge, die einst waren, sind schon lange nicht mehr, wo wir auch gleich zum nächsten Punkt kommen:
  • Es tut schon sehr weh, wenn man in einer Redaktion mit Menschen in einem Raum sitzt, die etwa das Doppelte von einem selbst verdienen, nur weil sie auf Papier produzieren und man selbst nicht.
  • Diese Wut wird dann meist noch einmal etwas größer, wenn man sich oft anschaut, wie es (teilweise in den gleichen Redaktionen!) abläuft: Onliner sind meist viel viel früher in den Redaktionen als die Printler und haben, wenn sich diese erst im Haus einfinden, gemütlich einen Kaffee trinken und zehn andere Zeitungen durchblättern, meist schon einige Artikel online gestellt oder zumindest ein, zwei Meldungen veröffentlich. Klar, denn die Print-KollegInnen haben alle Zeit der Welt. Sie müssen die Leserschaft nicht sofort bedienen. Sie müssen auch nicht darauf achten, dass ihre Artikel eine bestimmte Form haben, denn darum kümmern sich die Layouter. Der Stress ist wesentlich höher, weil man nicht auf eine Deadline hin arbeitet, sondern die Deadline IMMER ist.
  • Wohingegen sicher die meisten Onliner damit vertraut sind, die Zeitung zu produzieren und zumindest wissen, wie es geht, verweigern viele KollegInnen aus dem Print-Bereich, sich überhaupt damit zu befassen. Immerhin schenkt man die Artikel her. Und wer eine Edelfeder ist, darf sowas nicht zulassen!
  • “Geht raus auf die Straße!”, schreibt Jelincic. Ich frage mich nur: Wie stellt sich Jelincic das in unterbesetzten Redaktionen vor? Wo man teilweise nicht nur die Artikel schreiben muss, sondern auch noch dazu passende Videos finden soll, auf Social Media posten. Ach, recherchieren sollte man ja auch, sorry, hab ich natürlich vergessen, bin wohl nicht eifrig genug.
  • Es gibt keine Preise für Onliner. In Österreich wird Online-Journalismus regelrecht ignoriert. Und nicht nur das: Bestimmte Formen des Online-Journalismus werden überhaupt nicht wahrgenommen von den Verantwortlichen solcher Gremien, Stichwort: Tech-Journalismus.
  • Durch “Treffen mit Aufsichtsräten interessanter Firmen” wird man sicher nicht auf Geschichten stoßen. Denn auf Geschichten stößt man entweder per Zufall oder weil man ein Netzwerk hat, das sich auszahlt. Ja, man muss Leute kennen. Die einen auf etwas aufmerksam machen, einem etwas stecken, dem man dann nachgehen kann. Sich auf die Straße zu setzen oder sich das PR-Gequassel von Aufsichtsräten anzuhören, ist sicherlich keine allzu fruchtbare Sache.
  • Habe ich schon die Bezahlung erwähnt? Ein Tweet sagt mehr als tausend Worte:

  • Und neben der Bezahlung: Wer hat bitte ernsthaft heutzutage Zeit, länger für eine einzige Geschichte zu recherchieren? Hier werden Äpfel mit Bananen verglichen. Leute, die bei Wochenzeitungen arbeiten, haben logischerweise etwas mehr Zeit, als jemand, der bei einer Tageszeitung arbeitet und neben Eigengeschichten auch noch die Daily News bringen muss. Aber klar, es ist natürlich einfach, auf die Jungen zu schimpfen, die nur Flausen im Kopf haben und keine Qualität kennen.

Das einzige, das ich zum Schluss noch sagen möchte: Was, liebe Qualitätsfreunde, werdet ihr in 15-20 Jahren tun? Weiterhin auf die bösen Onliner schimpfen? Ich hoffe doch, denn sonst wirds in der österreichischen Medienszene nicht mehr so schön peinlich wie bisher. Und darin suhlen wir uns alle gern, right?

Hier was dazu zum Anschauen:

Die Zukunft der Papierzeitung from Iwona Wisniewska

Update: Mittlerweile gibt es auch eine andere Stimme zu meiner Antwort