Terrasse 2.0

Vier Jahre habe ich damit verbracht, konzeptlos die Terrasse zu gestalten. Ich wollte so viel ausprobieren, aber vieles davon ist nicht so geworden wie ich es mir vorgestellt habe, deshalb krempel ich dieses Jahr alles um, auch wenn es einiges an Zeit und Geld kostet. Zunächst entferne ich bis auf ein paar Ausnahmen sämtliche Pflanzen und habe mir folgende Regeln für neue Pflanzen auferlegt:

  • Keine einjährigen Pflanzen mehr – außer es sind Wiesenblumen oder etwas, das einfach entfernt werden kann.
  • Nur noch widerstandsfähige Pflanzen, die viel Sonne und viel Wind aushalten
  • Keine Tomaten mehr, nur noch Kräuter
  • Kein Tisch + Sesseln, weil man öfter draußen was trinkt als was isst, deshalb muss es gemütlich sein
  • Lieber große Blumentöpfe als unzählige kleine

Neben der neuen Begrünung habe ich auch schon einen neuen Sichtschutzzaun und neue Möbel bestellt, ein bisschen Inspiration für Deko darf trotzdem sein, fad soll es ja nicht aussehen. Freue mich schon sehr auf diesen Sommer, es wird richtig schön, draußen zu sitzen, wenn alles einfach passt. Aber zunächst muss ich das alte Gerümpel loswerden und das wird ein bisschen Arbeit. Auch wenn ich in dieser Wohnung sicher nicht eine Ewigkeit leben werde, soll es zumindest die nächsten zwei Sommer noch gemütlich werden. Spätestens dann will ich sowieso wieder was anderes ;)

Hier ein paar Inspirationen, darunter auch einiges, das ich gekauft habe bzw. noch kaufen werde. Jetzt heißt es nur noch auf die Lieferung warten.

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Das Karenz-Loch

Seien wir uns alle ehrlich, die wir Kinder haben: In Karenz zu gehen ist zwar eine Zeit lang wirklich super, weil man viel Zeit mit seinen Kindern verbringen kann – gerade die wichtigste Zeit -, aber nach einiger Zeit fühlt man sich beruflich total abgeschotet. Und nicht nur das: Man wird etwas unkreativ. Ich ertappe mich dabei, in eine Art Karenz-Lethargie zu verfallen, die zwar nichts mit Faulheit aber mit Resignation zu tun hat. Ich sage nicht, dass ich resigniert habe, aber man nimmt sich oft anfangs so viel vor und am Ende macht man gar nichts davon, weil es einfach die Zeit nicht erlaubt. Die. Zeit. erlaubt. es. nicht.

Das ist so, das können wir alle einfach zugeben, denn Zeit ist etwas, das man mit Kindern wirklich vermisst. Zeit für sich selbst, Zeit für die vielen Ideen die man hat. Man will schon längst etwas schreiben, einen Film schauen oder ein paar E-Mails beantworten. Und manchmal schafft man es zwischendurch, aber gerade mit kleinen Kindern ist man abends wirklich richtig fertig und will sich dann eigentlich wirklich nur noch kurzfristig passiv berieseln lassen. Entweder etwas lesen oder eine Serie schauen. Man kann noch so eingespieltes Team sein und vom Partner oder der Partnerin Unterstützung erfahren, aber im Endeffekt muss man da wirklich alleine durch und manchmal ist es nicht einfach.

Sprechen wir nicht über Schlafmangel, denn das wurde schon oft gesagt. Sprechen wir doch mal über die intellektuellen Herausforderungen, die einem im Alltag fehlen, wenn man sich von Babyschwimmen zum Elternbesuch hantelt. Und mir fehlt vor allem eines: Die Gespräche mit anderen Erwachsenen. Das klingt vielleicht blöd, aber ich rede irrsinnig gerne und ich unterhalte mich sehr gern mit anderen Menschen. Und in der Arbeit als auch in meiner Freizeit bin ich eine absolute Netzwerkerin. Aber man fühlt sich trotz vieler Kontakte eine Zeit lang etwas isoliert. Weil man bei vielem nicht mehr “dabei” ist.

Das Karenz-Loch ist aber keine Depression, sondern eine Art Winterschlaf für die Seele. Man tut sich etwas schwer, in die Gänge zu kommen, aber die Motivation für Projekte ist trotzdem da. Man will ja eh. Aber man weiß auch, dass es eine Zeit ‘danach’ geben wird. Kinder werden größer, selbstständiger, ruhiger. Man sollte die Karenzzeit also auch dazu nutzen, sich Ideen für die Zukunft zu überlegen.

Das Gute als auch Schlechte an der Sache ist, dass es nur eine kurze Pause ist. Was ist ein Jahr oder was sind zwei Jahre im Vergleich zum Rest des Lebens? Danach geht’s wieder normal weiter, wenn auch mit Einschränkungen. Die Zeit, in der man außer Kinder hüten noch was anderes Produktives macht, genießt man richtig – auch wenn es stressig ist. “Zur Erholung ins Büro gehen”, sag ich immer. Aber spontan nach der Arbeit was trinken gehen ist halt Organisationssache – aber eigentlich einfach zu bewältigen. Man ist einfach nicht mehr so egoistisch und das tut richtig gut.

Diese Freiheiten, die man aber dafür teilweise aufgibt und die in unserer Gesellschaft manchmal wichtig sind, müssen es einem wirklich wert sein. Und das ist es auch. Aber ich verstehe, warum viele Menschen davor Angst haben. Weil es wirklich ein harter Job ist. Es ist ein schwieriger Job, aber er kann mit Geld nicht aufgewogen werden. Ein Job, in dem man viele Fehler macht. Man macht die Fehler immer wieder, aber man liebt den Job trotzdem. Man muss lernen, seine Gefühle in Zaum zu halten und Gefühle nicht zu verletzen. Man wird nie perfekt sein darin, aber man will es auch nicht.

Man lernt zwischenmenschlich sehr viel. Man lernt seine eigene Kindheit viel besser zu reflektieren und fängt an vieles zu verstehen. Aber es ermüdet auch und macht einem manchmal zu schaffen.

Wir müssen aber auch alle ehrlich zueinander sein. Überall ist das Thema Kinderwunsch versus Kinderlos zu lesen und mir kommt manchmal vor, dass beide Seiten gegeneinander ausgespielt werden. Aber wozu? Können wir in einer toleranten Gesellschaft die Wünsche, Entscheidungen und Lebensmodelle anderer Menschen nicht einfach akzeptieren? Warum muss alles immer ein “Entweder – oder” sein? Ja, Kinder sind toll. Aber sie sind auch kleine Monster, die einem sehr viel Kraft und Energie kosten. Klar sind sie das. Aber man liebt sie und würde vermutlich nicht mehr tauschen wollen. Aber wenn man sie erst gar nicht will, ist das doch okay.

Und um meine Ausschweifungen zu beenden, möchte ich noch etwas Positives sagen: Die Karenz bietet die Möglichkeit, sehr intensiv darüber nachzudenken, wie es weitergehen soll. In vielerlei Hinsicht. Das sollte man wirklich auskosten.

Peinliches Medien-Hickhack

Eigentlich wollte ich ihn ja ignorieren, den Text von Silvia Jelincic auf Fisch&Fleisch. Leider schwirrt er immer noch in meinem Kopf herum und deshalb möchte ich auf diesen Text eingehen und ihn beantworten, weshalb die vorherige Lektüre des Textes jedem ans Herz zu legen ist, um meine nachfolgenden Worte zu verstehen.

Frau Jelincic führt in dem Text zunächst ausführlich an, welche Preise sie als Journalistin nicht gewonnen hätte und dass sie nur der tollen Geschichten wegen Journalistin sei. Ich verstehe aber gar nicht, warum sie das überhaupt schreibt, wenn es ihr nichts bedeutet. Komisch.

Ich habe Preise gewonnen, die mir nichts bedeuten, Handelspreis, Nummer 2 der Wirtschaftsjournalisten, hab einen Bestseller geschrieben, dann den Innovationspreis für fischundfleisch bekommen, war bei Markus Lanz im ZDF und immer wieder im Radio etc – na und?

Das kann man ja alles noch verstehen. Bis zu diesem Punkt sehe ich das alles ein, aber eigentlich will ich auf etwas völlig anderes in dem Text eingehen, weil es offenbar immer noch sehr viele Missverständnisse bezüglich der Arbeit von Online-Journalisten gibt. Dies ist meine persönliche Meinung und ich schreibe sie darnieder, weil ich auch sehr viele KollegInnen in meinem Alter habe, die in verschiedenen Medienhäusern und als Freie arbeiten und ich weiß, was in der Medienbranche gerade passiert und wie es sehr vielen damit geht. Schauen Sie doch mal, Frau Jelincic, wie eifrig die jungen KollegInnen zum Beispiel bei Vice arbeiten oder wie eifrig neue Produkte in bestehenden Medienhäusern entwickelt werden.

Sehr wütend hat mich in dem Text nämlich folgende Passage gemacht:

Ich sprach auch mit Lehrbeauftragten über den Nachwuchs und wurde immer nachdenklicher. Fazit: “Die wenigsten zeigen Eifer” Und das sind die Worte eines Professors. Das ist keine Pauschalverurteilung!

Natürlich ist das eine Pauschalverurteilung und ich glaube, Frau Jelincic hat einfach keinen sehr großen Einblick bekommen, wie Online-Journalismus funktioniert. Und ja, natürlich sind damit hauptsächlich Online-Journalisten gemeint, denn der kleinste Teil des Nachwuchses geht in einen Job, in dem (nur) Print gemacht wird heutzutage. Weil ich gerade in der Laune dazu bin, möchte ich ein paar Unterschiede zwischen Print- und Online-Journalisten anführen, die dazu führen könnten, warum junge Onliner in ihrer (und auch der vieler anderer älterer JournalistInnen) Wahrnehmung nicht “eifrig” genug erscheinen.

  • Online-JournalistIn wird man aus den selben Gründen wie Print-JournalistIn. Es hat meist mit Idealismus zu tun. Was sonst? Gerade Online-Journalisten können sich wohl schwer auf Geld oder andere Privilegien ausreden. Die tollen Verträge, die einst waren, sind schon lange nicht mehr, wo wir auch gleich zum nächsten Punkt kommen:
  • Es tut schon sehr weh, wenn man in einer Redaktion mit Menschen in einem Raum sitzt, die etwa das Doppelte von einem selbst verdienen, nur weil sie auf Papier produzieren und man selbst nicht.
  • Diese Wut wird dann meist noch einmal etwas größer, wenn man sich oft anschaut, wie es (teilweise in den gleichen Redaktionen!) abläuft: Onliner sind meist viel viel früher in den Redaktionen als die Printler und haben, wenn sich diese erst im Haus einfinden, gemütlich einen Kaffee trinken und zehn andere Zeitungen durchblättern, meist schon einige Artikel online gestellt oder zumindest ein, zwei Meldungen veröffentlich. Klar, denn die Print-KollegInnen haben alle Zeit der Welt. Sie müssen die Leserschaft nicht sofort bedienen. Sie müssen auch nicht darauf achten, dass ihre Artikel eine bestimmte Form haben, denn darum kümmern sich die Layouter. Der Stress ist wesentlich höher, weil man nicht auf eine Deadline hin arbeitet, sondern die Deadline IMMER ist.
  • Wohingegen sicher die meisten Onliner damit vertraut sind, die Zeitung zu produzieren und zumindest wissen, wie es geht, verweigern viele KollegInnen aus dem Print-Bereich, sich überhaupt damit zu befassen. Immerhin schenkt man die Artikel her. Und wer eine Edelfeder ist, darf sowas nicht zulassen!
  • “Geht raus auf die Straße!”, schreibt Jelincic. Ich frage mich nur: Wie stellt sich Jelincic das in unterbesetzten Redaktionen vor? Wo man teilweise nicht nur die Artikel schreiben muss, sondern auch noch dazu passende Videos finden soll, auf Social Media posten. Ach, recherchieren sollte man ja auch, sorry, hab ich natürlich vergessen, bin wohl nicht eifrig genug.
  • Es gibt keine Preise für Onliner. In Österreich wird Online-Journalismus regelrecht ignoriert. Und nicht nur das: Bestimmte Formen des Online-Journalismus werden überhaupt nicht wahrgenommen von den Verantwortlichen solcher Gremien, Stichwort: Tech-Journalismus.
  • Durch “Treffen mit Aufsichtsräten interessanter Firmen” wird man sicher nicht auf Geschichten stoßen. Denn auf Geschichten stößt man entweder per Zufall oder weil man ein Netzwerk hat, das sich auszahlt. Ja, man muss Leute kennen. Die einen auf etwas aufmerksam machen, einem etwas stecken, dem man dann nachgehen kann. Sich auf die Straße zu setzen oder sich das PR-Gequassel von Aufsichtsräten anzuhören, ist sicherlich keine allzu fruchtbare Sache.
  • Habe ich schon die Bezahlung erwähnt? Ein Tweet sagt mehr als tausend Worte:

  • Und neben der Bezahlung: Wer hat bitte ernsthaft heutzutage Zeit, länger für eine einzige Geschichte zu recherchieren? Hier werden Äpfel mit Bananen verglichen. Leute, die bei Wochenzeitungen arbeiten, haben logischerweise etwas mehr Zeit, als jemand, der bei einer Tageszeitung arbeitet und neben Eigengeschichten auch noch die Daily News bringen muss. Aber klar, es ist natürlich einfach, auf die Jungen zu schimpfen, die nur Flausen im Kopf haben und keine Qualität kennen.

Das einzige, das ich zum Schluss noch sagen möchte: Was, liebe Qualitätsfreunde, werdet ihr in 15-20 Jahren tun? Weiterhin auf die bösen Onliner schimpfen? Ich hoffe doch, denn sonst wirds in der österreichischen Medienszene nicht mehr so schön peinlich wie bisher. Und darin suhlen wir uns alle gern, right?

Hier was dazu zum Anschauen:

Die Zukunft der Papierzeitung from Iwona Wisniewska

Update: Mittlerweile gibt es auch eine andere Stimme zu meiner Antwort

Taxifahren als Frau

picture source: https://www.flickr.com/photos/zakmc/6290725551 (CC)

Ich bin sicher, dass jeder, der schon ein paar Mal ein Taxi benutzt hat, die ein oder andere lustige Geschichte auf Lager hat. Mich hat beispielsweise mal ein Taxler aussteigen lassen bevor wir auch nur annähernd am Ziel waren, weil er sich vor einer Polizeikontrolle, die 200m vor uns stattgefunden hat, gefürchtet hat. Das Auto hat er einfach stehen lassen und ist weggegangen. Gezahlt habe ich nichts, hätte ich auch nicht. Neben den lustigen Taxifahrern, die auch lustige Schwenks aus ihrem Leben erzählen können oder von anderen witzigen Fahrgästen berichten, gibt es die sogenannten “Creeps”, die durch merkwürdige Aussagen richtig furchteinflößend sein können.

Ich bin auch relativ sicher, dass viele von denen besonders Frauen gegenüber ein etwas fragwürdiges Verhalten an den Tag legen. Ich möchte sogar meinen, dass einige ihre weiblichen Fahrgäste regelrecht belästigen. Immer wieder höre ich solche Geschichten von Freundinnen, wenn man sich während eines Glas Weins von angespannten Taxigeschichten erzählt. Filmreif.

Zwei Mal habe ich es in Wien erlebt, dass mich ein Taxifahrer gefragt hat, ob er mit raufkommen könnte. So ganz im Ernst und gar nicht als Scherz gemeint. Oder die einen, vor dem Aussteigen fragen, ob man alleine wohnt. Oder die ganz geheimnisvoll beim Aussteigen sagen: “Ach, hier wohnen Sie also…”. Da bekommt man es manchmal schon mit der Angst zu tun.

Ganz komisch sind auch jene, die einen die ganze Fahrt über auf ungustiöse Art und Weise in ein Gespräch verwickeln. So geschah es eines Abends, dass mich ein Taxifahrer gefragt hat, warum ich denn schon so früh nach Hause fahre, der Abend sei noch jung. Dann habe ich gemeint, ich sei einfach müde. Warum ich darauf überhaupt geantwortet habe, weiß ich nicht. Dann hat er mir gesagt, ich müsste nur mit den richtigen Leuten unterwegs sein, dann würde sich das mit der Müdigkeit schon geben. Ich soll doch einfach mit ihm auf ein Bier gehen. Gleich da, zwei Straßen weiter. Er kennt da so ein Lokal, da ist es ganz gemütlich. Nicht zu laut, man kann sich unterhalten. Ich habe abgelehnt, fand das irgendwie zu dem Zeitpunkt aber noch ganz witzig. Er fand das aber nicht so lustig und redete immer mehr auf mich ein, mit völlig bescheuerten Argumenten. Ich solle doch mitkommen. Ob ich jetzt oder in einer Stunde nach Hause fahre, sei doch egal. Er bringe mich dann auch wieder nach Hause. Eine schöne Frau wie ich sollte ihren Samstagabend nicht alleine verbringen. “Lassen Sie mich bitte hier aussteigen”, bat ich. Etwas mulmig war mein Gefühl. Lässt er mich überhaupt aussteigen? Doch er zögerte nicht, blieb stehen. Den Rest des Weges ging ich zu Fuß.

Ich weiß nicht, wie oft überhaupt wirklich etwas passiert, Zahlen kenne ich keine, aber die vielen kleinen Begegnungen reichen mir eigentlich. Ob Taxifahren wirklich sicherer ist als zu Fuß zu gehen oder spät nachts noch öffentlich zu fahren, wage ich aber zu bezweifeln. Auch in der U-Bahn wird man manchmal blöd angesprochen, im Taxi passiert das jedoch viel häufiger kommt mir vor. Vielleicht, weil es keine Zeugen, niemanden gibt, der im Fall der Fälle eingreifen könnte. Es steht Aussage gegen Aussage. Auch eine Beschwerde beim Taxiunternehmen führt selten zu irgendeinem Ergebnis, denke ich. Man wird die Fahrer eventuell damit konfrontieren, aber ob es Folgen hat? Und so ganz toll ist es ja auch nicht, wenn die Person weiß, wo man in etwa wohnt.

Dass Frauen aber Angst vor dem Taxifahren haben, zeigt sich allein dadurch, dass sie beispielsweise die Nummer des Fahrers oder das Kennzeichen auf Social Media posten oder eingeweihten Freundinnen schicken. Warum? Man fühlt sich zumindest sicherer. Sollte etwas sein, hat man für später zumindest eine Nummer, mit der man etwas anfangen kann. Aber was bringt das, wenn man es während der Fahrt ohnehin nicht verhindern kann? Im Nachhinein ist man ja meist gescheiter.

Ganz schlimme Erlebnisse hatte ich bisher nicht, aber ich hab auch schon gehört, es soll Fahrer geben, die mit aussteigen und wirklich bis zum Haus mitgehen. Oder solche, die ihre weiblichen Fahrgäste sogar auf ungute Art und Weise angreifen. Alles schon gehört. Und urban legends werden das keine sein. Die Geschichten sind immer die gleichen, sie passieren in allen Städten. Schon merkwürdig, wenn man glaubt, sicher zu sein, aber in Wirklichkeit nur hoffen kann, sicher zu sein.


Habt ihr #Taxigeschichten auf Lager? Postet eure unter diesem Hashtag auf Twitter oder hinterlasst hier einen Kommentar.

World Nutella Day – Wie geschickt Ferrero einen Shitstorm verhinderte

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Am 5. Februar feiern Nutella-Liebhaber weltweit den World Nutella Day. Doch so süß der Brotaufstrich auch sein mag: Einen bitteren Beigeschmack hat das Fest dennoch.

Der Konzern, der hinter Nutella steht, ist kein geringerer als das Süßwaren-Unternehmen Ferrero. Doch eingeführt wurde der World Nutella Day von einer Privatperson, der Italienerin Sara Rosso.

Rosso hat in ihrer Euphorie für den Aufstrich bereits vor Jahren eine eigene Website zu Ehren von Nutella angelegt. Das wurde ihr aber recht schnell zum Verhängnis, denn Ferrero sah einen Markenmissbrauch und verklagte Rosso. Daraufhin gingen die Wogen online recht schnell hoch, es bahnte sich ein Shitstorm an.

So schnell konnte Rosso gar nicht schauen, zog Ferrero die Klage auch schon wieder zurück. Alles nur ein Fehler, beteuert Ferrero. Das sei, so zitiert die Huffington Post das Unternehmen, im Zuge einer routinemäßigen Standardprozedur passiert, bei der Markenmissbrauch verhindert werden soll. Was genau das überhaupt sein soll, wollte man bei Ferrero aber nicht erklären. Rosso gegenüber soll das Unternehmen jedenfalls sehr apologetisch gewesen sein. Sie darf die Website auch weiterhin betreiben. Man freue sich, solch enthusiastische Fans zu haben, die die Liebe zu Nutella versprühen.

Seit dem Vorfall ist auf der Seite allerdings vermerkt, dass der World Nutella Day nicht in Verbindung mit dem Unternehmen Ferrero steht. Vielleicht ist Ferrero diesbezüglich ja wirklich ein Fehler passiert (wenn zum Beispiel Maschinen statt Menschen in der Rechtsabteilung arbeiten). Oder aber Ferrero hat einfach gute PR-Menschen, die Einfluss auf die Rechtsabteilung haben. Wie dem auch sei: Ende gut – alles gut.

Update: Die Dame hat auf ihrem Blog vor einigen Tagen bekanntgegeben, dass Ferrero nun den Nutella Day tatsächlich übernimmt. Sieht also so aus als wäre es am Ende für das Unternehmen zum Vorteil gelaufen.