Wenn einer eine Reise macht

Europa ist ja zum Glück relativ klein, weshalb eine Reise durch mehrere Länder mit dem Auto auch innerhalb einer kurzen Zeit möglich ist. So haben wir beispielsweise eine kleine Tour unternommen, die zwei Wochen gedauert hat und bei der wir insgesamt etwa 3.700km zurückgelegt haben. Klingt nach viel, aber wenn man an einem Tag etwa 700km fährt – mit einigen Pausen – kann man dann wieder ein paar Tage an einem Ort bleiben. Das war unsere Route:

In der ersten Etappe ging es also zum Familienbesuch nach Bonn. Diese Strecke war aufgrund der relativ guten deutschen Autobahnen und den teilweise aufgehobenen Tempolimits relativ angenehm. In Bonn selbst war ich zum ersten Mal, hab dort einen Berg namens Drachenfels kennengelernt, von dem aus man einen wundervollen Blick über den Rhein bekommt. Es erinnert ein wenig an die Wachau. Auf den Berg selbst kann man entweder zu Fuß gehen oder mit einer Zahnradbahn fahren, deren Logo mich leicht an Game of Thrones erinnert.

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photo (2) Nachdem wir Bonn verlassen haben, ging es nach Paris. Allerdings wollte ich unbedingt einen Zwischenstopp in Brüssel machen. Es waren nur 30km Umweg und auch, wenn es nur für ein Mittagessen war, ich wollte Brüssel sehen. Und was soll ich sagen? Ich habe mir diese Stadt ganz anders vorgestellt und war positiv überrascht. Es war sehr nett dort, allerdings sehr kinderwagenunfreundlich. Gut, dass wir das Tragetuch dabei hatten. Die Fußgänger in Brüssel haben übrigens Nerven aus Stahl. Sie laufen über die Straße und lassen sich von den chaotischen Autofahrern nicht beirren. Dagegen war Paris ja fast harmlos.

Processed with VSCOcam with c1 preset So sah Brüssel aus beim Reinfahren in die Stadt…

bonnbrssel5 …die Innenstadt war allerdings viel netter

bonnbrssel4 Typisch für Brüssel: Muscheln und Pommes. Gegessen bei Leon.In Paris gibt es einen (oder mehrere?) Ableger dieses Restaurants.

reise01 Leider war Brüssel nur ein kurzer Zwischenstopp.

Weiter ging es also in die französische Haupstadt, vor dessen Verkehr ich mich massiv gefürchtet habe, aber es war halb so schlimm im Endeffekt. Die Pariser fahren zwar chaotisch, aber dieses Chaos hat System und man kommt sehr rasch in der Stadt voran. Sogar in Wien dauert es länger und da fahren bei weitem nicht so viele Autos. Zudem wird dort sehr rücksichtsvoll, wenn auch anarchistisch, im Straßenverkehr agiert.

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Gleich beim Reinfahren wird man von den Sehenswürdigkeiten begrüßt.

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paris4 Natürlich musste ich auch hierher, um die weltbesten Macarons zu holen.

Nach nur zwei Tagen Paris kam das nächste Ziel, eines, an dem wir etwas länger bleiben wollten: Die Côte d’Azur. Unser erster Zielort war St. Raphael. Von dort aus besuchten wir auch einige Orte in der Provence, etwas abseits der Küste und natürlich die Klassiker wie St. Tropez.

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Links eine von vielen großen Yachten, die man in St. Tropez so vorfindet/ Rechts: Lavendelhonig aus der Provence.

Processed with VSCOcam with c2 preset Kleine nette Städtchen in der Provence

Nach St. Raphael ging es nach Cannes. Das war definitiv mein Lieblingsteil der Reise. Nach Cannes komme ich sicher noch einmal und dann aber ohne Kinder :D

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Überall Palmen und es ist generell viel los. Man kann auch super einkaufen in Cannes!

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Links: Essen am Strand / Rechts: Der beste Schokokuchen, den ich je gegessen habe (vom Park 45)

Der letzte richtige Teil der Reise war Venedig. Hier sind wir ganze vier Tage geblieben, haben uns die Stadt angeschaut und am Strand gechillt. Venedig ist wunderschön, mich stören aber die vielen Touristen, weshalb ich lieber andere Städte bevorzuge.

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Auf dem Rückweg gab’s übrigens noch einen Zwischenstopp in Kärnten, wo wir eine wunderbare Brettljause gegessen haben. So werde ich gerne daheim begrüßt :)

Welsfilet auf Risotto Bianco

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Der Wels ist ein wirklich guter heimischer Fisch und relativ einfach zu bekommen. Er kann gegrillt, gebraten, im Ofen gegart oder dampfgegart werden. Er ist sehr vielseitig und kann in Kombination mit fast allem gegessen werden. Ich habe ihn dieses Mal – frisch und munter zurück aus dem Urlaub (ein paar Bilder folgen bald) – auf Risotto bianco gemacht und dazu Sommergemüse in die Pfanne geschmissen. Für die gesamte Zubereitung braucht man in etwa eine gute Stunde.

Zutaten

  • 150g Risottoreis
  • 1/2 rote Zwiebel
  • Weißwein
  • 1/2 Liter Rinderfond (wer keinen eigenen hat, kann einen im Glas kaufen. Ist immer noch besser als Würfel)
  • Parmesan
  • Butter
  • Olivenöl
  • Welsfilet
  • Zitrone
  • Zuckerschoten
  • Paprika in vier Farben (grün, orange, gelb und rot)

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Vorbereitung: Paprika in dünne Streifen schneiden, Filet würzen.

Am besten, man fängt mit dem Risotto an: Zwiebel klein hacken und in etwas Olivenöl und Butter anschwitzen. Risottoreis dazugeben, kurz mitbraten und alles mit einem ordentlichen Schuss Weißwein ablöschen. Risotto rühren, immer wieder einen Schuss Rinderfond dazugeben, wieder rühren und die nächste Portion Fond erst dazugeben, wenn die alte bereits verkocht ist. Das Risotto muss schön sämig werden, sollte aber noch etwas Biss haben.

Wenn etwa 3/4 des Rinderfonds bereits im Risotto sind, werden Zuckerschoten und Paprikastreifen angebraten. Gleichzeitig kommt das Filet in die Pfanne und wird auf jeder Seite in etwas Olivenöl so lange gebraten, bis es etwas braun ist.

Sobald das Risotto fertig ist, wird ein Esslöffel Butter und eine Handvoll geriebener Parmesan dazugegeben. Nach Lust und Laune Pfeffer und Salz dazugeben und anrichten. Das Filet kann dabei auf den Reis angerichtet werden, daneben das bunte Sommergemüse, das ebenfalls etwas gesalzen werden kann.

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Wie die erste Fondant-Torte gelingt

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Mach doch eine Fondant-Torte, dachte ich mir. Gesagt, getan. Was soll es werden? Eine Erdbeercreme-Torte. Gleich vorweg was ich beim Produzieren dieser Torte jedenfalls gelernt habe:

  • Der Preis dieser Torten bei Konditoreien ist angesichts der Arbeitszeit absolut gerechtfertigt
  • So eine Torte ist nichts für Back-Anfänger, eher für Fortgeschrittene
  • Die allererste Fondant-Torte wird nicht perfekt

Aber nun zum richtigen Teil: Beim Foodcamp habe ich bereits einiges zum Thema Torten gelernt, wollte es aber nun in die Tat umsetzen und habe mir alles nötige Werkzeug besorgt. Als Back-Fan hat man ohnehin schon einiges zuhause, aber folgende Utensilien sollte man sich gegebenenfalls holen. Ich zähle hier nur Dinge auf, die ich für nötig erachte. Zusätzliches Klimbim kann man natürlich auch verwenden.

  • Teigspachtel
  • Tortenring
  • Glätter
  • Silikon-Ausroller, noch besser ein langes Rollholz, damit im Fondant keine Schlieren entstehen
  • Backpapier
  • ein langes, am besten gezacktes Messer
  • Mixer
  • Verzier-Krimskrams (entweder aus Zucker, selber gemacht, oder aus Marzipan). Dazu gibt es auch etliche Werkzeuge wie Embosser, Stempel etc.

Leider war ich aufgrund fehlender Erfahrung sehr naiv und habe die Torte an einem Tag gemacht. Viel besser ist es aber, bereits zwei Tage vor dem Termin, an dem man sie braucht, mit dem Backen anzufangen. Ich habe meine Informationen zu der Fondant-Torte aus mehreren Quellen zusammengesucht und dann einfach gemacht. Die Quellen habe ich verlinkt, weshalb es nur eine Kurzversion hier gibt.

Kuchen

Der Kuchen ist die Basis für die Torte und wird ganz einfach als Becherkuchen gebacken. Ich hab die doppelte Menge verwendet, um später eine relativ hohe Torte zusammenzubekommen.

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Zusammenstückeln

Nun stückelt man die Torte zusammen und zwar folgendermaßen:

  • Den Rand des Kuchens mit einer kleineren Tortenform (am besten man nimmt einen Tortenring und macht ihn kleiner) sauber wegschneiden und das Stück aus der Mitte halbieren oder dritteln
  • In den Tortenring einen Teil legen, dann den weggeschnittenen Rand reinlegen (siehe Foto)
  • Nun kann die Füllung gemacht werden

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Füllung

Je nach Füllung muss diese mehrere Stunden im Kühlschrank verweilen, ich hab die Prozedur sogar drei Mal gemacht, weil ich drei verschiedene Schichten hatte. Das Rezept für die Erdbeercreme und den Erdbeerspiegel ist hier zu finden: klick.

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Nachdem der letzte Teil bis an den Rand aufgefüllt ist, kommt das letzte Stück der Torte drauf, das Ganze wird etwas beschwert und in den Kühlschrank gegeben. Am besten ist, man lässt das jetzt über Nacht stehen, in meinem Fall war es gerade einmal eine Stunde.

Buttercreme oder Ganache

Damit das Fondant auf der Torte hält, muss entweder eine Buttercreme oder Ganache auf die Torte geschmiert werden. Erstere ist etwas einfacher und besteht lediglich aus Butter und Zucker. Hier arbeitet man am besten mit einer Teigspachtel.

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Das Fondant

Dieser Teil ist beim ersten Mal wohl der schwierigste. Das fertige Rollfondant wird mit den Händen geknetet bis es weich ist und wird dann mit einem Rollholz oder einem Silikonroller ausgerollt, sodass die Torte darunter Platz hat. Anschließend wird es mit beiden Händen angehoben, über die Torte gelegt und mit dem Glätter zuerst oben glattgestrichen. Danach arbeitet man sich von oben nach unten, wobei man immer etwas Fondant anhebt mit der Hand. Ich hatte leider zwei Probleme: Zum einen hatte ich durch teilweise zu dünne Stellen im Fondant zwei Risse in der Torte und zum zweiten muss man mit Deko schneller arbeiten, da das Fondant sonst antrocknet und man nichts mehr machen kann. Ich habe mit einem Embosser ein Diamant-Muster auf die Seiten gestempelt, Zuckerperlen verwendet und echte Blumen auf die Torte gesteckt.

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Man darf beim Zubereiten nicht die Geduld verlieren. Auf jeden Fall kann es beim nächsten Mal nur besser werden. Geschmeckt hat es jedenfalls großartig.

Dreierlei-Schokomousse-Torte

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Auf Pinterest habe ich vor kurzem dank Fanfarella das Bild einer Torte entdeckt, die ich unbedingt nachbacken wollte. Das Rezept habe ich mir nie richtig durchgelesen, denn in der Einleitung stand schon geschrieben, dass die Torte sooo schwer zu machen sei. Da ich Herausforderungen aber liebe, habe ich mich an die Arbeit gemacht, das Rezept mal durchgelesen und was soll ich sagen? Die Torte ist eigentlich total einfach, die Autorin des Rezepts ist wohl keine geübte Bäckerin, denn ihr Rezept ist extrem kompliziert beschrieben. Ich habe deshalb das Rezept etwas abgewandelt und nun in meinen eigenen Worten wiedergegeben, sodass es hoffentlich für alle verständlich ist.

Die Torte wird in drei Schichten gemacht, wobei nach jeder Schicht eine Abkühlungsphase notwendig ist. Ich habe die dritte Schicht am nächsten Tag gemacht, sodass ich also 1,5 Tage gebraucht habe, wobei es auch an einem Tag geht, wenn man schon früh beginnt. Mit einer netten Dekoration kann man mit dieser Torte sicher einige Gäste beeindrucken. Also, los geht’s.

Schicht 1:

  • 6 EL Butter
  • 200g Zartbitterschokolade, gehackt
  • 3/4 TL Instant Espressopulver
  • 1 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 4 Eier
  • 1/8 TL Salz
  • 80 g Brauner Zucker

Ofen auf 160°C vorheizen, eine 24cm-Tortenbackform mit Butter einfetten. Eier trennen. Schokolade, Butter und Espresso-Pulver über einem Wasserbad schmelzen, fünf Minuten lang abkühlen lassen.

Eigelb und Vanille zur Schokomasse geben und mit einem Schneebesen verrühren. Eiweiß und Salz schaumig schlagen, braunen Zucker nach und nach hinzufügen und steif schlagen. Eiweiß nach und nach unter Schokomasse heben, in die Backform füllen, glatt streichen und ca. 20 bis 25 Minuten backen, etwa zwei Stunden abkühlen lassen. Der Teig fällt nach einiger Zeit in sich zusammen. Nicht erschrecken, das muss so sein!

Schicht 2:

  • 2 EL Kakaopulver
  • 5 EL heißes Wasser
  • 200g Milchschokolade, gehackt
  • 1,5 Becher Schlagobers
  • ¾ EL Gelatine
  • 2 EL Wasser
  • 1 EL Zucker
  • 1/8 TL Salz

Kakaopulver mit Wasser vermischen, abkühlen lassen. Über dem Wasserbad Schokolade schmelzen, fünf Minuten abkühlen lassen, danach Kakaowasser dazugießen und umrühren. Gelatine in Wasser auflösen. ½ Becher Schlagobers aufkochen, aufgelöste Gelatine dazugeben und zur Schokolade gießen, verrühren. 1 Becher Schlagobers mit Zucker und Salz steif schlagen. Schlagobers langsam unterheben und als nächste Schicht in die Backform geben, erneut abkühlen lassen. Nach dem Einfüllen in die Form zwei bis dreimal die Form auf den Tisch aufschlagen, um Bläschen zu eliminieren. Über Nacht oder zumindest zwei bis drei Stunden im Kühlschrank lassen.

Schicht 3:

  • 3/4 EL Gelatinepulver
  • 2 EL Wasser
  • 200g Weiße Schokolade, gehackt
  • 1,5 Becher Schlagobers

Gelatine mit Wasser vermischen. ½ Becher Schlagobers zum Kochen bringen, Gelatine dazugeben, über gehackte und über Wasserbad geschmolzene Schokolade gießen, etwas abkühlen lassen. Hin und wieder umrühren. 1 Becher Schlagobers steif schlagen, langsam unter Schokomasse heben. Wieder in Backform füllen.

Nach drei bis vier Stunden sollte alles fest sein, der Kuchen kann serviert werden. Zur Dekoration kann man einfach geschmolzene Schokolade auf Backpapier gießen und dann nach dem Abkühlen im Kühlschrank vorsichtig lösen. So lassen sich Gitter oder andere Schokofiguren schnell erstellen.

Alles ein paar Stunden abkühlen lassen, anschneiden mit warmem, aber trockenem Messer. Damit die Schichten auch schön aussehen, sollte man das Messer nicht zu sehr bewegen, sondern einfach vom Rand in die Mitte langsam gleiten lassen.

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Scharfe Pasta mit Salsiccia und getrockneten Tomaten

 

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Eine meiner absoluten Lieblingswürste ist Salsiccia. Schon alleine wegen dieser Wurst könnte ich niemals vegetarisch leben. Sie ist schön scharf und hat einen richtig guten Geschmack. Die italienische Wurst eignet sich hervorragend für Pastagerichte aller Art. So habe ich sie dieser Tage einfach mit frischer Tagliatelle kombiniert. Ganz gut wird das auch mit Fettuccine.

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Die Zutaten für zwei Personen:

  • 300g frische Pasta
  • 150g Salsiccia
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 Zwiebel
  • Getrocknete Tomaten
  • Feta
  • Olivenöl
  • Parmesan

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Zubereitung:

Pasta nach Anleitung koche (frische braucht nur zwei bis drei Minuten). Eine halbe Zwiebel würfeln, den Knoblauch klein hacken, beides in Olivenöl anbraten (Zwiebel zuerst). Salsiccia in Scheiben schneiden, diese halbieren und ebenfalls in die Pfanne geben. Die getrockneten Tomaten beimengen und am Ende noch den gewürfelten Feta dazuschmeißen. Die fertige Pasta in die Pfanne geben, alles ordentlich vermischen. Geht also ganz schnell und schmeckt hervorragend. Wie immer bei Pasta, kann nach Belieben mit Parmesan herumgestreut werden. Schärfe-Freaks können noch etwas von einer Chili reinschneiden, denn wie Homer Simpson schon immer wusste: “Wer scharf isst, ist scharf”

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Wer nicht den Luxus von selbst getrockneten Tomaten hat, kann jene aus dem Glas nehmen. Hierbei gibt es übrigens eine Sorte, die ich besonders empfehlen kann: Die Pomodorini von Ponti. Gute Salsiccia ist übrigens beim Merkur zu bekommen. Ich weiß nicht, ob es in jeder Filiale eine gibt, beim Gerngroß in Wien ist sie jedenfalls zu haben.