40 Wochen – Ein Rückblick und die nervigsten Menschen

Nicht ganz 40, denn angefangen hab ich bei Woche 12 – bis dahin sieht man ohnehin nichts. Woche für Woche habe ich mich selbst im Spiegel fotografiert. Hier das Ergebnis:

Und weil ich es immer schon loswerden sollte, zähle ich hier jetzt auch mal ein paar Dinge auf, die in dieser Zeit total genervt haben. Es handelt sich dabei um Leute, …

  • die einem generell ungefragt Tipps geben
  • die einem total falsche Tipps geben (z.B.: “Trink doch Salbeitee gegen die Übelkeit”)
  • die einem ungefragt den Bauch begrapschen.
  • die Kommentare über das Gewicht machen (“Du hast aber ganz schön zugenommen”)
  • die das Aussehen ständig kommentieren (“Du siehst aber gar nicht gut aus heute”)
  • die einem Horrorgeschichten über die Geburt erzählen
  • die einen quasi dazu drängen sich für das Kinderkriegen zu rechtfertigen (“Also in diesen Zeiten würde ich ja keine Kinder in die Welt setzen” – Schön für Dich, aber das interessiert mich leider sehr wenig bis kaum)
  • die einem in der Straßenbahn oder im Bus keinen Platz anbieten, obwohl man eh schon total aus der Puste ist
  • die schon Wochen vor der Geburt ständig fragen, “ob sich etwas tut”.

Ich kann jedem nur raten, sich von solchen Leuten in der Schwangerschaft fernzuhalten. Das erspart einem einiges!

Brot macht erfinderisch – oder: Aller Anfang ist sauschwer

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Wie blöd muss man sich eigentlich anstellen, um gleich drei Versuche für einen ordentlichen Sauerteig zu brauchen? Tja, ich kann euch sagen: Es geht. Das Problem ist nämlich, dass in dieser großen weiten Internetwelt allerhand Fehlinformationen zu finden sind. Angefangen hat es damit, dass ich das falsche Mehl verwendet habe, schließlich habe ich es unter den falschen Bedingungen gemacht und am Ende wollte ich schon fast aufgeben, habe aber dann noch das deutsche Sauerteig-Forum (ja, das gibt es!) zu Rate gezogen und mir hier und dort meine Informationen zusammengestückelt. Schlussendlich hat es geklappt, weshalb ich mein Wissen kurz und bündig mit euch teilen möchte. Ich wollte, dass es perfekt wird und habe auch keine Kosten und Mühen gescheut. Ich wollte es echt wissen. Was man vor allem braucht: Zeit und Geduld.

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Zunächst braucht man für so ein ordentliches Brot (für das Grundrezept) Mehl. Und zwar nicht irgendeines, sondern Roggen Vollkornmehl (Typ 1050). Ich habe hierfür das von Alnatura verwendet, welches bei DM zu haben ist. Anfangs habe ich Vollkornmehl der Type vierhundertirgendwas verwendet, was natürlich nur zum Scheitern verurteilt war.

Das Grundrezept für den Sauerteig

Beim Sauerteig geht es darum, dass sich Gärbakterien bilden, die den Teig schön gehen lassen – Hefe ist also absolut unnötig und sollte auch nicht verwendet werden. Das Coole am Sauerteig ist, dass man immer ein Stück des Teigs nimmt, in den Kühlschrank stellt und damit einen nächsten Teig machen kann (nur viel schneller!). Insgesamt dauert es beim ersten Mal fünf Tage, also ungeduldig darf man nicht sein. Angeblich wird er auch bei jedem Mal besser und besser. Diese Angaben reichen für etwa 1kg Sauerteig, woraus man zwei Brote machen kann!

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Am ersten Tag 100g Mehl mit 200ml Wasser (lauwarm) in einer sauberen, großen Schüssel vermischen, mit einem Geschirrtuch abdecken und 24h einfach stehen lassen. Das Ganze passiert bei Raumtemperatur (bei mir immer so 24°C).

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Nach 24h gebt ihr wieder 100g Mehl und 150ml Wasser hinzu, rührt das Ganze um, gebt das Geschirrtuch drauf und wartet erneut einen ganzen Tag.

Irgendwann fängt der Teig an, Blasen zu bilden und säuerlich zu riechen. Solange er aber keinen Schimmel bildet und sich komisch verfärbt, ist alles in Ordnung und das soll auch so sein.

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Täglich grüßt das Brot-Murmeltier: 100g Mehl + 200ml Wasser, umrühren, abdecken, warten. So sieht der Teig etwa nach dem zweiten Tag aus. Die Bläschenbildung ist klar zu erkennen:

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Erneut 100g Mehl + 200ml Wasser hinzugeben, umrühren, abdecken, warten.

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Erneut 100g Mehl + 150ml Wasser hinzugeben, umrühren, abdecken, warten.

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Der Sauerteig sollte jetzt fertig sein und etwa so aussehen. Es hat sich oben eine moorartige Schicht gebildet.

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150 Gramm dieses Teigs gebt ihr jetzt in einen verschließbaren Behälter (zum Beispiel eine Tupper-Schüssel oder ein Einmachglas) und stellt es in den Kühlschrank. Damit könnt ihr wieder Sauerteig machen, aber dazu später mehr.

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Was übrig geblieben ist, sind etwa 1000 Gramm Sauerteig, die Hälfte verwenden wir oder wir backen zwei Brote (150 Gramm haben wir ja schon entnommen). Genau die gleiche Menge an Mehl müsst ihr dazugeben, um euer Brot zu backen.

Mein Rezept war also wie folgt:

  • 400g Sauerteig (oder 500, dann müssen die Mehlangaben um 50g nach oben korrigiert werden)
  • 200g Roggen Vollkornmehl
  • 200g Weizen Vollkornmehl (auch von Alnatura)
  • 1 EL Salz
  • 100ml Wasser
  • 100ml Buttermilch (oder Joghurt)

Alles mit einem Löffel oder einer Küchenmaschine in der Schüssel vermengen und etwa vier bis fünf Stunden abgedeckt (mit Folie z.B.) bei Raumtemperatur gehen lassen. Statt der Buttermilch kann man auch einfach Wasser nehmen, was vermutlich beim ersten Brot auch gescheiter ist. Jedenfalls gilt die Regel: Etwa halb so viel Wasser wie Mehl. Der Sauerteig selbst ist ja ohnehin recht flüssig. Statt Weizenmehl kann man auch reines Roggenmehl nehmen. Der Teig klebt ganz schön, das ist aber normal und soll/kann so sein. Man muss nur aufpassen, dass die Abdeckung (Folie oder Geschirrtuch oder beides) nicht dran kleben bleibt.

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Nach diesen Stunden des Wartens den Teig noch einmal mit den Händen kneten, etwas Brotbackgewürz (auch von Alnatura erhältlich) oder etwas Kümmel hineingeben, Nüsse oder Oliven oder Kräuter reinmengen. Auch ein TL Honig beigemengt schmeckt gut. Das Ganze zu einer Kugel geformt und in ein Brotbackkörbchen gefüllt, das ich vorher ordentlich eingemehlt habe. Das Körbchen habe ich wieder zugedeckt und etwa zwei Stunden ruhen lassen. Da der frische Sauerteig noch nicht so viel Treibkraft hat wie einer, den man schon über mehrere Generationen “herangezüchtet” hat, verwenden einige Leute Hefe, um die ersten Brote aufgehen zu lassen. Ich verzichte aber darauf und habe halt anfangs ein etwas kompakteres Brot, das mit der Zeit immer luftiger wird. Testweise werde ich das zweite Brot MIT Hefe backen, um den Unterschied einfach zu sehen. Ein Viertel Würfel reicht bei der oben angegebenen Menge (einfach im Wasser auflösen).

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Etwa eine halbe Stunde vor dem Ende dieser Ruhezeit habe ich meinen Backofen auf 200°C vorgeheizt und unten eine feuerfeste Schüssel mit Wasser reingestellt. Gleichzeitig habe ich einen Pizzastein (ich habe den von Weber gekauft) mit aufgeheizt. Das Brot habe ich aus dem Körbchen nach der Ruhezeit auf den heißen Pizzastein gelegt, oben ein paar Mal eingeschnitten, mit Wasser besprüht und in den Ofen geschoben. Nach etwa 15 Minuten habe ich die Temperatur von 200°C auf 180°C reduziert und anschließend etwa 70 Minuten gebacken. Laut alter Bäckerregel ist das Brot gut gebacken, wenn es beim Klopfen auf der Unterseite hohl klingt.

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Was mache ich mit meinem Sauerteig im Kühlschrank?

Die 150g Sauerteig, die wir zuvor abgenommen und in den Kühlschrank gestellt haben, dienen uns jetzt als Grundlage für einen neuen Sauerteig. Dazu muss man die restliche Menge einfach nur mit Wasser und Mehl auffüllen, vermischen, 24h stehen lassen und verarbeiten. Zum Beispiel: 150g Sauerteig, 300g Mehl und etwa 550ml Wasser. Das muss man aber in drei Schritten machen:

Zuerst 100g Mehl und etwa 150 bis 200 ml Wasser hinzugeben, mit dem Sauerteig aus dem Kühlschrank vermischen und stehen lassen. Acht Stunden später wieder das gleiche Prozedere, nach weiteren acht Stunden den Rest. Nach insgesamt 24 Stunden sollte der neue Sauerteig fertig sein. Davon können wieder 150g abgenommen und in den Kühlschrank gestellt werden, den Rest verwendet man wieder gleich zum Backen.

Wie kann ich das Brot variieren?

Ich denke, es gibt schier unendliche Möglichkeiten für die Verwendung von Sauerteig. Das Brot kann man in allen möglichen Arten backen, mit verschiedenen Mehl-Kombinationen, mit Joghurt, Buttermilch, getrockneten Tomaten, Lavendel, Honig, Nüssen etc. Hier kann man sich richtig austoben.

Besonders super ist das Brot angeblich erst am nächsten Tag, aber wer kann schon einem warmen Brot mit Butter widerstehen? So lange kann doch kein Mensch warten, wenn man diesen Duft in der Nase hat.

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Etwas Brot mit Butter

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Gurkensalat mit Speck aus dem aktuellen Servus Magazin

Meine Learnings vom ersten Mal

  • Brot backen ist wirklich nicht so einfach wie man das glauben könnte
  • Hat man den ersten Sauerteig geschafft, kann es nur noch besser werden
  • Das richtige Mehl ist wichtig für das Brot
  • Das Brot geht beim ersten Mal nicht so auf wie man es sich wünschen würde. Man braucht ein bisschen Übung und mehrere Backsessions
  • Bei den ersten Versuchen kann man etwas Hefe verwenden, um den Teig besser aufgehen zu lassen
  • Das Einschneiden vom Brot ist nicht unbedingt nötig, eine natürliche Rissbildung ist vermutlich besser beim Schneiden nachher.

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Frühlingsbeginn – Zeit für Kräuter

Unkompliziert soll es heuer sein, denn recht viel Zeit für die Pflege der Pflanzen werde ich nicht haben. Deshalb habe ich jetzt schon das Wichtigste nach draußen verfrachtet und umgetopft: Die Kräuter, die Chilis und die Tomaten. Freue mich schon auf die Ernte und das Verkochen.

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Erdbeeren

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Kräuter

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Beim Umtopfen – immer drei Kräuter zusammen. Das hat auch letztes Jahr super funktioniert.

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Habanero

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Junge Tomaten – da ist eine Menge übrig geblieben

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Frisch gegossen

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Heidelbeere vor der Blüte

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Akebie

Grapefruit Pasta!

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Mit Grapefruits kann man so allerlei machen, sie zum Beispiel überbacken (mit Honig und Ziegenkäse) oder die Frucht einfach so essen, zu einem Smoothie verarbeiten oder eine Suppe damit kochen. Um die schönen Stücke aus der Grapefruit auch halbwegs schön rauszubekommen, braucht es nur ein wenig Übung. Ein kurzer Blick auf einen Beitrag wie “How to Peel a Grapefruit” lässt einen schon ganz schnell erlernen wie es geht.

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Für die Grapefruit-Avocado-Paste braucht man nicht viele Zutaten, sie ist schnell gemacht und sieht auch ganz interessant aus. Hier die Liste für zwei Personen:

  • 1 Grapefruit
  • 2 Avocados
  • Eine Handvoll Pistazien
  • Ziegenkäse
  • Salz
  • Vollkorn Spaghetti

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Die Nudeln kochen und in der Zwischenzeit die herausgelösten Grapefruit-Stücke, in Streifen geschnittene Avocados, geschälte Pistazien und den Ziegenkäse mischen, etwas salzen und auf die Nudeln warten. Die Nudeln mit dem ganzen Salat vermengen, wenn sie noch heiß sind, so schmilzt der Käse etwas und man hat ganz cremige Nudeln, yummy.

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Natürlich kann man das alles ohne Pasta essen, quasi als Salat. Dann würde ich aber noch Salatherzen reingeben oder eine zusätzliche Frucht, zum Beispiel eine Blutorange. Da Kohlenhydrate aber nicht immer schlecht sind, kann man das natürlich auch so kombinieren. Mahlzeit!

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Vollständig und vollkommen

Puh, es ist bereits ein Monat seit meinem letzten Blogpost vergangen. Zugegebenermaßen war ich nicht sonderlich motiviert und hatte auch einiges zu tun. Alle Vorbereitungen sind nun getroffen, das Kinderzimmer ist fertig. Ich bin sehr stolz auf das Ergebnis, ein paar kleine Details werden mit der Zeit sicher geändert werden bzw. hinzukommen. Aber seht selbst.

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Als richtige Farce stellte sich die Organisation eines simplen Wickelbretts heraus. Ich wollte auf keinen Fall eine Wickelkommode, da ich den Wickelteil später gerne abnehmen möchte. Also habe ich nach einem Aufsatz für die IKEA-Kommode gesucht. In Österreich war nichts zu bekommen, also habe ich beim großartigen car-moebel Shop aus Deutschland bestellt. Die 30 Euro Versandkosten zahlen sich aus, das Ding ist sehr stabil und erfüllt sämtliche Qualitätsanforderungen. Das zusammengefaltete blaue Tuch ist übrigens ein Wickeltuch von Tricot Slen (gibt es beispielsweise bei Herr und Frau Klein in der Kirchengasse)

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Passend zur Zick-Zack-Wand habe ich einen Teppich mit grauem Karo bestellt. Schön, dass Urban Outfitters jetzt auch nach Österreich liefert. Dort gibt es neben tollen Teppichen auch Bettwäsche und allerlei anderen Kram.

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Bettwäsche in grau/weiß von H&M Home.

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Autositz iZi Sleep von Stokke.

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Ein Tagesbett (das nicht im Kinderzimmer bleibt, sondern mobil in der Wohnung aufgestellt werden kann) von Stokke.

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Meine selbstgemachten Bilder + Bilderrahmen.

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Lampe mit nettem indirektem Licht von IKEA.

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Vorhänge in der passenden Farbe von IKEA.

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Babybadewanne von Stokke.

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Und der Kinderwagen, der dann auch bald im Einsatz ist. Tja, das wars wohl. Einige Wünsche habe ich aber doch noch, die aber nicht zeitkritisch sind und deshalb erst nach und nach kommen werden bzw. die ich jetzt noch in den nächsten Tagen besorgen werde.

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1. Wickeltasche
2. Decke von Sture & Folke
3. WhalePod – Aufbewahrung für Badezeug
4. Kinderwagentasche
5. Zelt von FermLiving