Blogtechnisches

Ein paar Gedanken zum Bloggen

27 Oct ’14

Seit Tagen sitze ich an diesem Text und versuche damit auszudrücken, was mir aber ohnehin vermutlich nicht gelingen wird. Egal wie ich den Text drehe und wende und egal, womit ich in beginne, am Ende ist es einfach unvermittelbar. Zu oft muss ich ausholen oder zu oft weiche ich vom eigentlichen Thema ab. Deshalb ist es mir mittlerweile einfach egal geworden und der Text ist nun mal wie er ist.

Ja, als Blogger hat man ab und zu Phasen, in denen man nicht schreiben will oder kann. Manchmal dauern diese Phasen länger an, manchmal bloggt man täglich und manchmal fragt man sich, wozu das Ganze überhaupt. Zugegebenermaßen hatte ich jede dieser Phasen schon mal, am längsten habe ich ein Jahr überhaupt nichts veröffentlicht, weil ich weder die Zeit noch die Muse und Muße  hatte.

Im Moment ist es ja so, dass ich wirklich wenig Zeit habe, aber die Zeit, die ich habe, nutze ich dafür wirklich umso mehr. Klar, ich würde gerne wieder was schreiben, ein paar nette Fotos machen. Und oft hab ich auch wirklich Ideen oder denke mir: Das muss ich bloggen! Oder ich hab irgendwas Cooles gemacht und glaube, es mit der Welt teilen zu müssen. Ein super Rezept, eine DIY-Idee, ein Ausflug, ein guter Wein, ein Restaurant, die Vorbereitungen für unsere Hochzeit… Ja, Themen gebe es genug. Und auch mein kleines Projekt Hipstermom.at, das ich vor einiger Zeit gestartet habe, will im Moment trotz tausender Ideen nicht befülltt werden. Aber warum?

Mein Hauptproblem ist, dass ich sehr zweifle an dem, was ich bloggen will. Das gibt es schon, das hat sicher schon mal jemand gebloggt, das Rezept hat sicher schon mal jemand mit viel besseren Fotos gepostet oder die DIY-Idee hat irgendwer in den USA sicher schon mal veröffentlicht und alle werden glauben, dass ich eine dumme Nachmacherin bin. Zu viel preisgeben will ich dann auch nicht, weil ich mittlerweile nicht mehr möchte, dass zu sehr in meinem Privatleben herumgewühlt wird und auf der anderen Seite gehen viele Blogposts aber nur dann. Vieles erscheint mir dann nicht originell genug und schon versuche ich das Thema einfach aus meinem Gedächtnis zu verbannen.

Was bleibt also übrig? Texte über Politik mag ich nicht schreiben, weil mir das Thema einfach zu mühsam ist. Meinen Senf zu gesellschaftlichen Themen lasse ich bleiben, weil ich keinen Bock auf Droh-Emails oder blöde Kommentare habe. Ich habe zudem das Gefühl, im Moment von Content anderer Blogs erschlagen zu werden. Es ist wie es ist: Ich stecke in einer Blogger-Krise und habe einfach keine Ahnung, wie es weiter geht. Diesen Text habt ihr aber sicher schon mal auch auf einem anderen Blog gelesen.

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  • Ohhhhh, dem kann ich mich nur anschließen!!!

    Keine Zeit für komplexere Themen, keine Nerven für die schwierigen Debatten, keine Vertrauen in die eigene Leistung. Ob das vorbeigeht? Ich weiß es nicht.