Life

Was macht die Laub jetzt?

8 Jan ’16

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Wie ihr schon vor einigen Monaten vernommen habt, habe ich im Sommer meinen Job bei derStandard.at gekündigt. Ich hatte in 20 Monaten Karenz viel Zeit, mir Gedanken über meine Zukunft zu machen und mir zu überlegen, was ich wirklich gut kann und was ich machen möchte. Klar war für mich, dass eine Anstellung für mich nicht mehr in Frage kommt, unter anderem deshalb, weil ich aufgrund meiner Kinder und meiner generellen Lebensumstände gerne flexibel bin. Ich habe einfach keine Lust zu betteln, wenn ich mal zu einer Schulaufführung gehen möchte oder den Tag mit meinen Kindern verbringen mag. Ich habe mir vorgenommen, meinen Job um mein Leben herum zu planen und nicht umgekehrt. 

Nun, viele werden sich fragen, was ich denn jetzt machen werde und ab nächster Woche soll es dann soweit sein und losgehen: Ich starte mein eigenes Ding. Bei der Ausarbeitung meiner Ideen und dem, was ich tatsächlich tun möchte und vor allem kann, sind fünf Themenfelder entstanden, denen ich mich gerne widmen möchte. Der Bedarf ist jedenfalls da. Im Endeffekt hab ich in der Karenz immer wieder Menschen bei diesen Problemstellungen geholfen. Der Unterschied ist, dass ich ab demnächst eben dafür Geld verlangen werde. Ganz einfach also. Bevor ich euch aber erkläre, was ich demnächst mache, möchte ich sagen, dass ich auch andere Ideen hatte: Beispielsweise die Gründung eines eigenen Medienunternehmens. Ja, ich habe mir das wirklich überlegt und auch mit Kollegen aus dieser Branche viele Ideen ausgearbeitet und viel überlegt, aber es bleiben lassen. Warum? Nun, einige namhafte Investoren haben mir davon abgeraten. Ein Startkapital für ein Medienunternehmen ist heutzutage kaum aufzubringen, weil es eine so unsichere Branche ist, dass nicht mal risikofreudige Investoren mitspielen möchten. Und einen Kredit dafür aufzunehmen war mir dann doch zu riskant – wer weiß, ob ich den überhaupt bekommen hätte.

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Wie dem auch sei, ich habe nun das für mich gefunden, das mir Spaß macht und das ist ja wohl am wichtigsten. Es soll Arbeit sein, die nicht wie Arbeit klingt und einem Freude bereitet. So sehe ich das zumindest.

Akute Hilfe bei Shitstorms

Ich werde Unternehmen helfen, mit Krisen in Social Media fertig zu werden. Ich erarbeite gemeinsam mit ihnen Pläne, wie sowas in Zukunft vermeidbar und ohne Hilfe lösbar ist. Darauf möchte ich mich fokussieren und es als mein absolutes Spezialgebiet beweisen.

Storytelling On- und Offline

Events mit und für Blogger, Instagrammer, generell für Social Influencer. Diese sollen aber nicht nur einmalig stattfinden, sondern sich online weiterziehen. Das ist spannend und ist in den USA relativ beliebt. Ich glaube, dass es auch hier funktionieren kann. Ein paar Beispiele bringe ich bald!

Hilfe für Eltern und Lehrer

In Workshops und Seminaren werde ich Eltern und Lehrern zeigen, wie Jugendliche und Kinder kommunizieren, welche Tools sie verwenden und welche Dynamiken dahinter stehen. Damit sie soziale Situationen und Probleme ihrer Kinder und SchülerInnen in Zukunft besser einschätzen und darauf reagieren können.

Medienberatung für Start-Ups

Wie gehe ich mit JournalistInnen um, wo erreiche ich sie, wie kann ich mein Produkt für Medien interessant machen?

Selbstpositionierung

Hilfe bei der Contentfindung für Blogs von PolitikerInnen, JournalistInnen, UnternehmerInnen.

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Das war jetzt alles zusammengefasst in wenigen Worten. Sobald meine Seite online geht und meine Dienste zur Verfügung stehen, werde ich es kommunizieren. Oh, einen eigenen Jobtitel habe ich mir auch geschaffen: Digital Brand Advisor. Klingt doch gut, oder? Also: Am besten man folgt mir dazu auf Twitter :)

Fotos: Tony Gigov

 

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  • Super!! Das wird bestimmt toll Ivy! Es passt so gut zu dir, dass du jetzt einfach dein eigenes Ding machst.

    • iwonalaub

      Danke. Ja, ich hoffe sehr, dass mein Plan aufgeht, aber ich bin ganz optimistisch :)

  • Hans Arsenovic

    ich denke dieser Schritt war bei dir schon lange überfällig ;) – Jedenfalls: Chapeau!!

    • iwonalaub

      Das sagen mir viele und ich hoffe jetzt einfach, dass die Crowd recht hat :D

  • Georg Pichler

    Digital Brand Advisor wird nur noch von “Junior-Vizepräsident” geschlagen ;)

    Viel Erfolg jedenfalls mit der Shitstorm-Feuerwehr und den anderen Beratungsdiensten!

    • iwonalaub

      Danke Georg :)