Der Serienherbst im Überblick

Es ist wieder soweit: Wie auch in den letzten Jahren, widme ich mich auch heuer wieder ausgiebig dem US-amerikanischen Serienherbst und konzentriere mich dieses Jahr auf die neuen Serien. Was von den alten Sachen wieder losgeht, ist ja wohl jedem hoffentlich klar. Andere Tipps sind wie immer in den Kommentaren erwünscht. Nur soviel noch: Es ist ein ziemlich schwacher Serienherbst dieses Jahr.

How to Get Away With Murder

Okay, zugegebenermaßen könnte diese Serie etwas kitschig werden, immerhin ist sie von Shonda Rhimes, die auch schon Grey’s Anatomy zu verantworten hat. Dennoch klingt der Titel vielversprechend: Eine Jus-Professorin will ihren Studenten erklären, wie man es schaffen kann, Angeklagte vom Vorwurf des Mordes vor Gericht mit einem Freispruch zu befreien. Ich gebe dem Ganzen jedenfalls eine Chance.

Fresh Off the Boat

Diese Serie verspricht wirklich lustig zu werden. Eine asiatisch Familie zieht um, die Hauptrolle bekleidet der 10-jährige Junge. Der amerikanische Traum wird auf die Schippe genommen, gepaart mit asiatischen Klischees.

Secrets and Lies

Eine Krimi-Serie mit Juliette Lewis. Eigentlich bin ich kein Fan von diesen Mystery-Serien, aber diese könnte wirklich gut werden, wenn es die Autoren nicht verbocken. Ein Jogger entdeckt eine Kinderleiche und wird in kurzer Zeit selbst zum Verdächtigen. Klingt spannend.

The Whispers

Wenn ich etwas nicht mag, dann sind es Serien, in denen Aliens vorkommen oder irgendwelche übernatürlichen Tralalas. Dieser Serie gebe ich dennoch eine Chance, vor allem wegen American-Horror-Story-Star Lily Rabe. Es geht um Kinder, die Erwachsene töten, weil es ihnen “die Stimmen” gesagt haben. Ich wünschte mir nur, dass es eher Geister wären als Außerirdische. Das wäre so viel cooler.

The Affair

Im letzten Jahr habe ich “The Betrayal” geschaut, allerdings nur einige Folgen. Es ging um zwei Leute, die ihre Ehepartner betrügen. Es war so kitschig, ich habe fast gekotzt. “The Affair” ist vom Prinzip her ähnlich, es geht aber noch um viel mehr. Die betroffene Frau scheint nämlich ein Geheimnis zu haben und das dürfte die ganze Serie wiederum ziemlich spannend machen. Ich werde es jedenfalls anschauen.

 American Crime

Wem der Film “12 Years a Slave” gesehen hat, sollte dieser Serie eventuell eine Chance geben, denn dahinter verbirgt sich der gleiche Autor. Ein Mord an einem Ehepaar scheint nicht nur Kriminalbeamte zu beschäftigen, sondern auch die Gemüter der hispanischen Bevölkerung zu erhitzen. Mit Desperate-Housewives-Star Felicity Huffman.

Wayward Pines

Ich bin zwar kein Fan von FOX, aber einer von gruseligen Serien. Juliette Lewis spielt auch mit, also los: Eine vermisste Person, Agenten, die danach suchen und in dabei in einem Dorf wühlen, das etwas komisch wirkt. Es ist ein bisschen WTF, schwer zu beschreiben. Also den Trailer anschauen und entscheiden.

Das selbstgemachte Fertiggericht – mit Dinkel und Thunfisch

Es gibt ja diesen rosafarbenen Thunfisch-Hersteller, der auch einige Thunfisch-Salate anbietet. In einen davon hab ich mich etwas verliebt, aber der Preis und die Menge war für mich immer etwas “naja”. Ich dachte: Was die können, kannst Du schon lange und hab einfach die Zutaten gekauft und selbst zusammengemixt. Einziger Unterschied: Ich verwende Olivenöl statt Maiskeimöl. Tja und laut meiner Tochter schmeckt das selbst gemachte besser. Aussehen tun sie etwas anders, aber die konkrete Mengenzusammensetzung ist auch nicht einfach hinzubekommen, außerdem kann man die Zutaten je nach Vorlieben variieren.

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Die Zutaten sind ganz einfach und auch nicht teuer:

  • Dinkel
  • Rollgerste
  • Linsen
  • Mais (halbe Dose)
  • rote Paprika
  • 2 Dosen oder Gläser Thunfisch
  • Olivenöl
  • 1 große gekochte Karotte
  • Salz
  • Pfeffer

Ob es ein Schmäh ist, weiß ich nicht, aber ich achte beim Kauf von Thunfisch (oder generell Fisch) auf das MSC-Gütesiegel für nachhaltige Fischerei.

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Dinkel, Gerste und Linsen kochen (Dinkel braucht mehr Wasser und ca. eine Stunde, die anderen beiden 45 Minuten). Dabei habe ich vom Dinkel ca. 2 Faustvoll genommen, von den anderen beiden jeweils eine Faust. Nach dem Kochen abkühlen lassen und mit allen anderen Zutaten mischen. Paprika vorher ganz klein schneiden, auch die Karotte in kleine Stückchen nach dem Kochen schneiden.

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Hier übrigens ein Vergleich: Zuerst das Original…

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…und hier ist meine Version:

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Super Snack für zwischendurch. Mahlzeit!

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La borsa perfetta

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Selten teile ich mit meinen LeserInnen meine Einkäufe, dieses Mal muss es einfach sein, denn ich habe sie gefunden. Nach langer Suche habe ich die perfekte Tasche erworben und ich bin so mega glücklich über sie. Ich kann mich echt selten über Taschen so freuen, aber diese hier hat mir den Tag einfach total versüßt und das Auspacken war die reinste Freude.

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Als ich sie auf Pinterest entdeckt habe, war ich überzeugt, dass sie teuer ist. Sie sah aus wie diese perfekten Taschen von Mansur Gavriel. Die gibt es auch in den verschiedensten Farben, wobei Schwarz mit rotem Innenleben die klassische Variante ist. Ich bevorzuge allerdings die blassrosa Variante. Jedenfalls kam ich auf die Website von Coccinelle und sah: Oha, die Tasche kostet nur 219 Euro! Also ein Drittel von dem, was die Mansur Gavriels kosten. Schwarz, mit grauem Inneren. Toll, ich habe die Bilbao 2302 einfach bestellt ohne überhaupt mit der Wimper zu zucken. Die kleinere Version der Tasche hat mir zwar auch gefallen, aber ich hab so viel Zeug immer mit, dass ich logischerweise die große genommen hab. Im Moment ist auf der Website nur noch die pflaumenfarbige zu haben. Die ist auch sehr schön, aber schwarz ist einfach mein Ding. // Update: Schwarz und rot sind auch wieder verfügbar, schwarz/grau gibt es aber aktuell nicht.

Ich präsentiere euch also: La borsa perfetta, die perfekte bucket bag für jeden Tag.

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Essen in Einsamkeit

In einer großen Stadt zu leben hat den Nachteil, dass man richtige Ruhe meist nur innerhalb seiner vier eigenen Wände genießen kann. Es ist absolut nachvollziehbar, wenn Menschen nach ihrem Job und dem Leben “da draußen” abends in ihren Küchen sitzen und dann einfach nur der Küchenuhr beim Ticken zuhören wollen. Oder in der Badewanne ihres Vertrauens ein Buch lesen und den Wasserhahn dabei tropfen hören. Oder im Schlafzimmer im Bett liegen und den wenigen Vögeln da draußen lauschen. Auch ein Leben mit Kindern ist meist sehr laut und mit Unruhe verbunden. Es ist daher auch für mich manchmal ganz nett, abends auf der Terrasse zu sitzen und einfach nur dem Geschehen außerhalb meiner Wohnung zuzuhören.

Was mich allerdings immer etwas nachdenklich stimmt, sind Menschen, die ein Leben wie ein Einsiedler führen. Ein moderner Einsiedler. Zwar gehen diese Menschen arbeiten und haben in ihrem ganz normalen Leben tagtäglich Kontakt mit anderen – gezwungenermaßen, weil sie Kunden oder Arbeitskollegen sind -, wollen aber dann in ihrer Freizeit mit Leuten nichts zu tun haben. Ja, davon gibt es einige und ich glaube, dass es immer mehr werden. So gibt es Leute, die alleine auf Urlaub fahren, an freien Tagen hintereinander nur Kontakt mit dem Essenslieferanten haben und ansonsten mit sich selbst etwas unternehmen. Freunde und Bekannte, wer braucht das schon?

So habe ich vor kurzem durch einen Tweet erfahren, dass in Amsterdam ein Lokal aufmacht, dass für Leute gedacht ist, die alleine essen wollen. Im “Een Maal” gibt es Tische nur für eine Person, man kann also nur alleine essen gehen.

Klar, denn in “normalen” Restaurants kommt man sich manchmal schon etwas blöde vor, wenn man alleine dort sitzt, um zu essen. Und nicht immer hat man Lust, Essen zu bestellen oder zu McDonald’s, der nächsten Kebab-Bude oder zum Würstler zu gehen. Ein gutes Restaurant für Alleinesser findet also mit Sicherheit Anklang. Für mich ist das aber eine sehr merkwürdige Entwicklung. Essen muss man zwar und es ist ein lebensnotwendiges Unterfangen, aber ist Essen nicht auch etwas Soziales? Geht man in Restaurants nicht hauptsächlich auch, um mit anderen Menschen Zeit zu verbringen? Was nutzt es mir, im besten Restaurant der Welt zu sitzen, wenn ich dann erst recht alleine bin und niemandem sagen kann, wie toll ich die Nachspeise finde und wie gut der Champagner ist?

Die Geschäftsführerin ist übrigens davon überzeugt, dass “Essen in Einsamkeit eine gute Sache” ist und will das Konzept auch noch in andere Großstädte wie Berlin und London bringen. Ob das Konzept aufgeht, weiß ich nicht. Für moderne Einsiedler und Misantropen ein gutes Konzept, um Ruhe vor allem und jedem zu haben. Mir gefällt diese Entwicklung jedenfalls nicht.

Wie man die perfekte Cremesuppe hinbekommt

*Dieser Artikel enthält auch Produktplatzierungen*

Suppen sind zu jeder Jahreszeit gefragt. Meist werden sie als Vorspeise betrachtet, können aber auch im Alleingang verschlungen werden. Ich stehe ja besonders auf Cremesuppen und habe in den letzten Jahren einige davon gemacht. Cremesuppen lassen sich mit fast jedem Gemüse und mit Pilzen machen und lassen sich von Saison zu Saison variieren. Wie man die perfekte Cremesuppe macht, zeige ich euch anhand einer Eierschwammerlsuppe.

Der Fond

Jede Cremesuppe – mit Ausnahme der Spargelcremesuppe – schmeckt am besten, wenn man sie auf Basis einer selbstgemachten Gemüsesuppe macht. Dazu braucht man einiges an Suppengrün. Karotten, Sellerie, Petersilienwurzel, Rüben, Zwiebel, Jungzwiebel, Lauch, Stangensellerie und auch eine rote Paprika sowie Petersilie und Thymian sind gutes Suppengrün. Das Ganze muss man mindestens eine Stunde kochen lassen, besser sind zwei. Dabei gilt: Am Ende bleibt nur wenig übrig, weshalb man für viel Suppe auch sehr viel Gemüse braucht. Ganz toll schmeckt es auch, wenn man noch Lorbeerblätter und ein paar Pfefferkörner und Wacholderbeeren dazugibt.

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Bei der Spargelcremesuppe läuft das Ganze anders ab. Statt des Gemüsefonds wird ein Fonds mit den Schalen des Spargels gekocht.

Die Zwiebeln und das eigentliche Gemüse

Bei einigen Suppen empfiehlt es sich, Zwiebeln anzubraten bevor das Gemüse dazugegeben wird. Eigentlich ist es Geschmackssache und man darf es nicht überbewerten. Bei Spargelsuppen oder Lauchsuppen mache ich das nicht, ansonsten bei besonders würzigen Suppen schon – z.B. bei der Eierschwammerlsuppe. Das Ganze mache ich solange, bis die Zwiebelstücke glasig sind.

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Das Gemüse sollte gewaschen werden und in Stücke geschnitten werden. Sind die Zwiebeln glasig, gibt man das Gemüse bzw. die Schwammerl dazu, brät das Ganze in etwas Butter und/oder Öl an.

Der Wein

Mit etwas Weißwein wird alles abgelöscht und kurz aufgekocht, danach wird der Suppenfond dazugegeben, bei Bedarf noch etwas Wasser. Das Ganze kochen lassen – maximal eine halbe Stunde, das reicht meistens.

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Das Werkzeug

Ganz wichtig ist ein ordentlicher Pürierstab, den man dann zum Einsatz bringt, wenn alles schön weich ist. Gegebenenfalls muss man noch etwas Wasser nachgießen wenn es zu dick ist. Ich verwende den Multiquick 9 von Braun*, weil er kabellos ist und das beim Kochen einfach die angenehmste Variante ist.

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Das Mehl

Um die Suppe etwas sämiger zu machen, kann man etwas Mehl in Butter goldgelb anbraten und mit etwas Suppe ablöschen, dann das alles erst zur Suppe gießen. Ist aber nicht bei allen Suppen nötig. Besonders bei der Spargelcremesuppe bietet es sich an.

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Das Ei und die Sahne

Zum Schluss noch ein Eigelb mit etwas Schlagobers verquirrlen und in die nicht mehr kochende Suppe geben.

Die Gewürze

Würzen muss an schon selbst. Pfeffer, Salz, Muskatnuss und ein paar Kräuter bieten sich am besten an.