La borsa perfetta

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Selten teile ich mit meinen LeserInnen meine Einkäufe, dieses Mal muss es einfach sein, denn ich habe sie gefunden. Nach langer Suche habe ich die perfekte Tasche erworben und ich bin so mega glücklich über sie. Ich kann mich echt selten über Taschen so freuen, aber diese hier hat mir den Tag einfach total versüßt und das Auspacken war die reinste Freude.

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Als ich sie auf Pinterest entdeckt habe, war ich überzeugt, dass sie teuer ist. Sie sah aus wie diese perfekten Taschen von Mansur Gavriel. Die gibt es auch in den verschiedensten Farben, wobei Schwarz mit rotem Innenleben die klassische Variante ist. Ich bevorzuge allerdings die blassrosa Variante. Jedenfalls kam ich auf die Website von Coccinelle und sah: Oha, die Tasche kostet nur 219 Euro! Also ein Drittel von dem, was die Mansur Gavriels kosten. Schwarz, mit grauem Inneren. Toll, ich habe die Bilbao 2302 einfach bestellt ohne überhaupt mit der Wimper zu zucken. Die kleinere Version der Tasche hat mir zwar auch gefallen, aber ich hab so viel Zeug immer mit, dass ich logischerweise die große genommen hab. Im Moment ist auf der Website nur noch die pflaumenfarbige zu haben. Die ist auch sehr schön, aber schwarz ist einfach mein Ding. // Update: Schwarz und rot sind auch wieder verfügbar, schwarz/grau gibt es aber aktuell nicht.

Ich präsentiere euch also: La borsa perfetta, die perfekte bucket bag für jeden Tag.

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Essen in Einsamkeit

In einer großen Stadt zu leben hat den Nachteil, dass man richtige Ruhe meist nur innerhalb seiner vier eigenen Wände genießen kann. Es ist absolut nachvollziehbar, wenn Menschen nach ihrem Job und dem Leben “da draußen” abends in ihren Küchen sitzen und dann einfach nur der Küchenuhr beim Ticken zuhören wollen. Oder in der Badewanne ihres Vertrauens ein Buch lesen und den Wasserhahn dabei tropfen hören. Oder im Schlafzimmer im Bett liegen und den wenigen Vögeln da draußen lauschen. Auch ein Leben mit Kindern ist meist sehr laut und mit Unruhe verbunden. Es ist daher auch für mich manchmal ganz nett, abends auf der Terrasse zu sitzen und einfach nur dem Geschehen außerhalb meiner Wohnung zuzuhören.

Was mich allerdings immer etwas nachdenklich stimmt, sind Menschen, die ein Leben wie ein Einsiedler führen. Ein moderner Einsiedler. Zwar gehen diese Menschen arbeiten und haben in ihrem ganz normalen Leben tagtäglich Kontakt mit anderen – gezwungenermaßen, weil sie Kunden oder Arbeitskollegen sind -, wollen aber dann in ihrer Freizeit mit Leuten nichts zu tun haben. Ja, davon gibt es einige und ich glaube, dass es immer mehr werden. So gibt es Leute, die alleine auf Urlaub fahren, an freien Tagen hintereinander nur Kontakt mit dem Essenslieferanten haben und ansonsten mit sich selbst etwas unternehmen. Freunde und Bekannte, wer braucht das schon?

So habe ich vor kurzem durch einen Tweet erfahren, dass in Amsterdam ein Lokal aufmacht, dass für Leute gedacht ist, die alleine essen wollen. Im “Een Maal” gibt es Tische nur für eine Person, man kann also nur alleine essen gehen.

Klar, denn in “normalen” Restaurants kommt man sich manchmal schon etwas blöde vor, wenn man alleine dort sitzt, um zu essen. Und nicht immer hat man Lust, Essen zu bestellen oder zu McDonald’s, der nächsten Kebab-Bude oder zum Würstler zu gehen. Ein gutes Restaurant für Alleinesser findet also mit Sicherheit Anklang. Für mich ist das aber eine sehr merkwürdige Entwicklung. Essen muss man zwar und es ist ein lebensnotwendiges Unterfangen, aber ist Essen nicht auch etwas Soziales? Geht man in Restaurants nicht hauptsächlich auch, um mit anderen Menschen Zeit zu verbringen? Was nutzt es mir, im besten Restaurant der Welt zu sitzen, wenn ich dann erst recht alleine bin und niemandem sagen kann, wie toll ich die Nachspeise finde und wie gut der Champagner ist?

Die Geschäftsführerin ist übrigens davon überzeugt, dass “Essen in Einsamkeit eine gute Sache” ist und will das Konzept auch noch in andere Großstädte wie Berlin und London bringen. Ob das Konzept aufgeht, weiß ich nicht. Für moderne Einsiedler und Misantropen ein gutes Konzept, um Ruhe vor allem und jedem zu haben. Mir gefällt diese Entwicklung jedenfalls nicht.

Wie man die perfekte Cremesuppe hinbekommt

*Dieser Artikel enthält auch Produktplatzierungen*

Suppen sind zu jeder Jahreszeit gefragt. Meist werden sie als Vorspeise betrachtet, können aber auch im Alleingang verschlungen werden. Ich stehe ja besonders auf Cremesuppen und habe in den letzten Jahren einige davon gemacht. Cremesuppen lassen sich mit fast jedem Gemüse und mit Pilzen machen und lassen sich von Saison zu Saison variieren. Wie man die perfekte Cremesuppe macht, zeige ich euch anhand einer Eierschwammerlsuppe.

Der Fond

Jede Cremesuppe – mit Ausnahme der Spargelcremesuppe – schmeckt am besten, wenn man sie auf Basis einer selbstgemachten Gemüsesuppe macht. Dazu braucht man einiges an Suppengrün. Karotten, Sellerie, Petersilienwurzel, Rüben, Zwiebel, Jungzwiebel, Lauch, Stangensellerie und auch eine rote Paprika sowie Petersilie und Thymian sind gutes Suppengrün. Das Ganze muss man mindestens eine Stunde kochen lassen, besser sind zwei. Dabei gilt: Am Ende bleibt nur wenig übrig, weshalb man für viel Suppe auch sehr viel Gemüse braucht. Ganz toll schmeckt es auch, wenn man noch Lorbeerblätter und ein paar Pfefferkörner und Wacholderbeeren dazugibt.

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Bei der Spargelcremesuppe läuft das Ganze anders ab. Statt des Gemüsefonds wird ein Fonds mit den Schalen des Spargels gekocht.

Die Zwiebeln und das eigentliche Gemüse

Bei einigen Suppen empfiehlt es sich, Zwiebeln anzubraten bevor das Gemüse dazugegeben wird. Eigentlich ist es Geschmackssache und man darf es nicht überbewerten. Bei Spargelsuppen oder Lauchsuppen mache ich das nicht, ansonsten bei besonders würzigen Suppen schon – z.B. bei der Eierschwammerlsuppe. Das Ganze mache ich solange, bis die Zwiebelstücke glasig sind.

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Das Gemüse sollte gewaschen werden und in Stücke geschnitten werden. Sind die Zwiebeln glasig, gibt man das Gemüse bzw. die Schwammerl dazu, brät das Ganze in etwas Butter und/oder Öl an.

Der Wein

Mit etwas Weißwein wird alles abgelöscht und kurz aufgekocht, danach wird der Suppenfond dazugegeben, bei Bedarf noch etwas Wasser. Das Ganze kochen lassen – maximal eine halbe Stunde, das reicht meistens.

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Das Werkzeug

Ganz wichtig ist ein ordentlicher Pürierstab, den man dann zum Einsatz bringt, wenn alles schön weich ist. Gegebenenfalls muss man noch etwas Wasser nachgießen wenn es zu dick ist. Ich verwende den Multiquick 9 von Braun*, weil er kabellos ist und das beim Kochen einfach die angenehmste Variante ist.

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Das Mehl

Um die Suppe etwas sämiger zu machen, kann man etwas Mehl in Butter goldgelb anbraten und mit etwas Suppe ablöschen, dann das alles erst zur Suppe gießen. Ist aber nicht bei allen Suppen nötig. Besonders bei der Spargelcremesuppe bietet es sich an.

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Das Ei und die Sahne

Zum Schluss noch ein Eigelb mit etwas Schlagobers verquirrlen und in die nicht mehr kochende Suppe geben.

Die Gewürze

Würzen muss an schon selbst. Pfeffer, Salz, Muskatnuss und ein paar Kräuter bieten sich am besten an.

Wenn einer eine Reise macht

Europa ist ja zum Glück relativ klein, weshalb eine Reise durch mehrere Länder mit dem Auto auch innerhalb einer kurzen Zeit möglich ist. So haben wir beispielsweise eine kleine Tour unternommen, die zwei Wochen gedauert hat und bei der wir insgesamt etwa 3.700km zurückgelegt haben. Klingt nach viel, aber wenn man an einem Tag etwa 700km fährt – mit einigen Pausen – kann man dann wieder ein paar Tage an einem Ort bleiben. Das war unsere Route:

In der ersten Etappe ging es also zum Familienbesuch nach Bonn. Diese Strecke war aufgrund der relativ guten deutschen Autobahnen und den teilweise aufgehobenen Tempolimits relativ angenehm. In Bonn selbst war ich zum ersten Mal, hab dort einen Berg namens Drachenfels kennengelernt, von dem aus man einen wundervollen Blick über den Rhein bekommt. Es erinnert ein wenig an die Wachau. Auf den Berg selbst kann man entweder zu Fuß gehen oder mit einer Zahnradbahn fahren, deren Logo mich leicht an Game of Thrones erinnert.

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photo (2) Nachdem wir Bonn verlassen haben, ging es nach Paris. Allerdings wollte ich unbedingt einen Zwischenstopp in Brüssel machen. Es waren nur 30km Umweg und auch, wenn es nur für ein Mittagessen war, ich wollte Brüssel sehen. Und was soll ich sagen? Ich habe mir diese Stadt ganz anders vorgestellt und war positiv überrascht. Es war sehr nett dort, allerdings sehr kinderwagenunfreundlich. Gut, dass wir das Tragetuch dabei hatten. Die Fußgänger in Brüssel haben übrigens Nerven aus Stahl. Sie laufen über die Straße und lassen sich von den chaotischen Autofahrern nicht beirren. Dagegen war Paris ja fast harmlos.

Processed with VSCOcam with c1 preset So sah Brüssel aus beim Reinfahren in die Stadt…

bonnbrssel5 …die Innenstadt war allerdings viel netter

bonnbrssel4 Typisch für Brüssel: Muscheln und Pommes. Gegessen bei Leon.In Paris gibt es einen (oder mehrere?) Ableger dieses Restaurants.

reise01 Leider war Brüssel nur ein kurzer Zwischenstopp.

Weiter ging es also in die französische Haupstadt, vor dessen Verkehr ich mich massiv gefürchtet habe, aber es war halb so schlimm im Endeffekt. Die Pariser fahren zwar chaotisch, aber dieses Chaos hat System und man kommt sehr rasch in der Stadt voran. Sogar in Wien dauert es länger und da fahren bei weitem nicht so viele Autos. Zudem wird dort sehr rücksichtsvoll, wenn auch anarchistisch, im Straßenverkehr agiert.

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Gleich beim Reinfahren wird man von den Sehenswürdigkeiten begrüßt.

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paris4 Natürlich musste ich auch hierher, um die weltbesten Macarons zu holen.

Nach nur zwei Tagen Paris kam das nächste Ziel, eines, an dem wir etwas länger bleiben wollten: Die Côte d’Azur. Unser erster Zielort war St. Raphael. Von dort aus besuchten wir auch einige Orte in der Provence, etwas abseits der Küste und natürlich die Klassiker wie St. Tropez.

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Links eine von vielen großen Yachten, die man in St. Tropez so vorfindet/ Rechts: Lavendelhonig aus der Provence.

Processed with VSCOcam with c2 preset Kleine nette Städtchen in der Provence

Nach St. Raphael ging es nach Cannes. Das war definitiv mein Lieblingsteil der Reise. Nach Cannes komme ich sicher noch einmal und dann aber ohne Kinder :D

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Überall Palmen und es ist generell viel los. Man kann auch super einkaufen in Cannes!

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Links: Essen am Strand / Rechts: Der beste Schokokuchen, den ich je gegessen habe (vom Park 45)

Der letzte richtige Teil der Reise war Venedig. Hier sind wir ganze vier Tage geblieben, haben uns die Stadt angeschaut und am Strand gechillt. Venedig ist wunderschön, mich stören aber die vielen Touristen, weshalb ich lieber andere Städte bevorzuge.

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Auf dem Rückweg gab’s übrigens noch einen Zwischenstopp in Kärnten, wo wir eine wunderbare Brettljause gegessen haben. So werde ich gerne daheim begrüßt :)

Welsfilet auf Risotto Bianco

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Der Wels ist ein wirklich guter heimischer Fisch und relativ einfach zu bekommen. Er kann gegrillt, gebraten, im Ofen gegart oder dampfgegart werden. Er ist sehr vielseitig und kann in Kombination mit fast allem gegessen werden. Ich habe ihn dieses Mal – frisch und munter zurück aus dem Urlaub (ein paar Bilder folgen bald) – auf Risotto bianco gemacht und dazu Sommergemüse in die Pfanne geschmissen. Für die gesamte Zubereitung braucht man in etwa eine gute Stunde.

Zutaten

  • 150g Risottoreis
  • 1/2 rote Zwiebel
  • Weißwein
  • 1/2 Liter Rinderfond (wer keinen eigenen hat, kann einen im Glas kaufen. Ist immer noch besser als Würfel)
  • Parmesan
  • Butter
  • Olivenöl
  • Welsfilet
  • Zitrone
  • Zuckerschoten
  • Paprika in vier Farben (grün, orange, gelb und rot)

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Vorbereitung: Paprika in dünne Streifen schneiden, Filet würzen.

Am besten, man fängt mit dem Risotto an: Zwiebel klein hacken und in etwas Olivenöl und Butter anschwitzen. Risottoreis dazugeben, kurz mitbraten und alles mit einem ordentlichen Schuss Weißwein ablöschen. Risotto rühren, immer wieder einen Schuss Rinderfond dazugeben, wieder rühren und die nächste Portion Fond erst dazugeben, wenn die alte bereits verkocht ist. Das Risotto muss schön sämig werden, sollte aber noch etwas Biss haben.

Wenn etwa 3/4 des Rinderfonds bereits im Risotto sind, werden Zuckerschoten und Paprikastreifen angebraten. Gleichzeitig kommt das Filet in die Pfanne und wird auf jeder Seite in etwas Olivenöl so lange gebraten, bis es etwas braun ist.

Sobald das Risotto fertig ist, wird ein Esslöffel Butter und eine Handvoll geriebener Parmesan dazugegeben. Nach Lust und Laune Pfeffer und Salz dazugeben und anrichten. Das Filet kann dabei auf den Reis angerichtet werden, daneben das bunte Sommergemüse, das ebenfalls etwas gesalzen werden kann.

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