Taxifahren als Frau

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Ich bin sicher, dass jeder, der schon ein paar Mal ein Taxi benutzt hat, die ein oder andere lustige Geschichte auf Lager hat. Mich hat beispielsweise mal ein Taxler aussteigen lassen bevor wir auch nur annähernd am Ziel waren, weil er sich vor einer Polizeikontrolle, die 200m vor uns stattgefunden hat, gefürchtet hat. Das Auto hat er einfach stehen lassen und ist weggegangen. Gezahlt habe ich nichts, hätte ich auch nicht. Neben den lustigen Taxifahrern, die auch lustige Schwenks aus ihrem Leben erzählen können oder von anderen witzigen Fahrgästen berichten, gibt es die sogenannten “Creeps”, die durch merkwürdige Aussagen richtig furchteinflößend sein können.

Ich bin auch relativ sicher, dass viele von denen besonders Frauen gegenüber ein etwas fragwürdiges Verhalten an den Tag legen. Ich möchte sogar meinen, dass einige ihre weiblichen Fahrgäste regelrecht belästigen. Immer wieder höre ich solche Geschichten von Freundinnen, wenn man sich während eines Glas Weins von angespannten Taxigeschichten erzählt. Filmreif.

Zwei Mal habe ich es in Wien erlebt, dass mich ein Taxifahrer gefragt hat, ob er mit raufkommen könnte. So ganz im Ernst und gar nicht als Scherz gemeint. Oder die einen, vor dem Aussteigen fragen, ob man alleine wohnt. Oder die ganz geheimnisvoll beim Aussteigen sagen: “Ach, hier wohnen Sie also…”. Da bekommt man es manchmal schon mit der Angst zu tun.

Ganz komisch sind auch jene, die einen die ganze Fahrt über auf ungustiöse Art und Weise in ein Gespräch verwickeln. So geschah es eines Abends, dass mich ein Taxifahrer gefragt hat, warum ich denn schon so früh nach Hause fahre, der Abend sei noch jung. Dann habe ich gemeint, ich sei einfach müde. Warum ich darauf überhaupt geantwortet habe, weiß ich nicht. Dann hat er mir gesagt, ich müsste nur mit den richtigen Leuten unterwegs sein, dann würde sich das mit der Müdigkeit schon geben. Ich soll doch einfach mit ihm auf ein Bier gehen. Gleich da, zwei Straßen weiter. Er kennt da so ein Lokal, da ist es ganz gemütlich. Nicht zu laut, man kann sich unterhalten. Ich habe abgelehnt, fand das irgendwie zu dem Zeitpunkt aber noch ganz witzig. Er fand das aber nicht so lustig und redete immer mehr auf mich ein, mit völlig bescheuerten Argumenten. Ich solle doch mitkommen. Ob ich jetzt oder in einer Stunde nach Hause fahre, sei doch egal. Er bringe mich dann auch wieder nach Hause. Eine schöne Frau wie ich sollte ihren Samstagabend nicht alleine verbringen. “Lassen Sie mich bitte hier aussteigen”, bat ich. Etwas mulmig war mein Gefühl. Lässt er mich überhaupt aussteigen? Doch er zögerte nicht, blieb stehen. Den Rest des Weges ging ich zu Fuß.

Ich weiß nicht, wie oft überhaupt wirklich etwas passiert, Zahlen kenne ich keine, aber die vielen kleinen Begegnungen reichen mir eigentlich. Ob Taxifahren wirklich sicherer ist als zu Fuß zu gehen oder spät nachts noch öffentlich zu fahren, wage ich aber zu bezweifeln. Auch in der U-Bahn wird man manchmal blöd angesprochen, im Taxi passiert das jedoch viel häufiger kommt mir vor. Vielleicht, weil es keine Zeugen, niemanden gibt, der im Fall der Fälle eingreifen könnte. Es steht Aussage gegen Aussage. Auch eine Beschwerde beim Taxiunternehmen führt selten zu irgendeinem Ergebnis, denke ich. Man wird die Fahrer eventuell damit konfrontieren, aber ob es Folgen hat? Und so ganz toll ist es ja auch nicht, wenn die Person weiß, wo man in etwa wohnt.

Dass Frauen aber Angst vor dem Taxifahren haben, zeigt sich allein dadurch, dass sie beispielsweise die Nummer des Fahrers oder das Kennzeichen auf Social Media posten oder eingeweihten Freundinnen schicken. Warum? Man fühlt sich zumindest sicherer. Sollte etwas sein, hat man für später zumindest eine Nummer, mit der man etwas anfangen kann. Aber was bringt das, wenn man es während der Fahrt ohnehin nicht verhindern kann? Im Nachhinein ist man ja meist gescheiter.

Ganz schlimme Erlebnisse hatte ich bisher nicht, aber ich hab auch schon gehört, es soll Fahrer geben, die mit aussteigen und wirklich bis zum Haus mitgehen. Oder solche, die ihre weiblichen Fahrgäste sogar auf ungute Art und Weise angreifen. Alles schon gehört. Und urban legends werden das keine sein. Die Geschichten sind immer die gleichen, sie passieren in allen Städten. Schon merkwürdig, wenn man glaubt, sicher zu sein, aber in Wirklichkeit nur hoffen kann, sicher zu sein.


Habt ihr #Taxigeschichten auf Lager? Postet eure unter diesem Hashtag auf Twitter oder hinterlasst hier einen Kommentar.

World Nutella Day – Wie geschickt Ferrero einen Shitstorm verhinderte

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Am 5. Februar feiern Nutella-Liebhaber weltweit den World Nutella Day. Doch so süß der Brotaufstrich auch sein mag: Einen bitteren Beigeschmack hat das Fest dennoch.

Der Konzern, der hinter Nutella steht, ist kein geringerer als das Süßwaren-Unternehmen Ferrero. Doch eingeführt wurde der World Nutella Day von einer Privatperson, der Italienerin Sara Rosso.

Rosso hat in ihrer Euphorie für den Aufstrich bereits vor Jahren eine eigene Website zu Ehren von Nutella angelegt. Das wurde ihr aber recht schnell zum Verhängnis, denn Ferrero sah einen Markenmissbrauch und verklagte Rosso. Daraufhin gingen die Wogen online recht schnell hoch, es bahnte sich ein Shitstorm an.

So schnell konnte Rosso gar nicht schauen, zog Ferrero die Klage auch schon wieder zurück. Alles nur ein Fehler, beteuert Ferrero. Das sei, so zitiert die Huffington Post das Unternehmen, im Zuge einer routinemäßigen Standardprozedur passiert, bei der Markenmissbrauch verhindert werden soll. Was genau das überhaupt sein soll, wollte man bei Ferrero aber nicht erklären. Rosso gegenüber soll das Unternehmen jedenfalls sehr apologetisch gewesen sein. Sie darf die Website auch weiterhin betreiben. Man freue sich, solch enthusiastische Fans zu haben, die die Liebe zu Nutella versprühen.

Seit dem Vorfall ist auf der Seite allerdings vermerkt, dass der World Nutella Day nicht in Verbindung mit dem Unternehmen Ferrero steht. Vielleicht ist Ferrero diesbezüglich ja wirklich ein Fehler passiert (wenn zum Beispiel Maschinen statt Menschen in der Rechtsabteilung arbeiten). Oder aber Ferrero hat einfach gute PR-Menschen, die Einfluss auf die Rechtsabteilung haben. Wie dem auch sei: Ende gut – alles gut.

Update: Die Dame hat auf ihrem Blog vor einigen Tagen bekanntgegeben, dass Ferrero nun den Nutella Day tatsächlich übernimmt. Sieht also so aus als wäre es am Ende für das Unternehmen zum Vorteil gelaufen.

Es gibt kein “French Girl”

Es ist ein Phänomen, das sich durch sämtliche Fashion und Lifestyle Magazine zieht und eigentlich seit Jahrzehnten aufrecht erhalten wird: Der Mythos um das sogenannte “French Girl”. Allein auf Vogue.com gibt es unzählige Artikel zu dem Thema, auch wenn die Suche nur die aktuellsten ausspuckt. “This Blowout will give you perfect French Girl Hair” oder “The Secret Art of French Girl Lingerie”.

Wir sind uns wohl alle einig, dass es sicher irgendwann einmal ein French Girl gab. Lasst uns einen Augenblick an Brigitte Bardot denken. Oder an Catherine Deneuve. Aber wie lange ist das alles her? 50, 60 Jahre mittlerweile. Ich glaube nicht, dass es in Zeiten der Globalisierung, in denen so ziemlich jeder die gleiche Mode (zumindest in der westlichen Welt) trägt und in die gleichen Läden geht, es eine Stereotype einer französischen Frau gibt. Was soll das überhaupt sein?

Geht es nach diesen Magazinen, ist die französische Frau immer mit sexy Unterwäsche ausgestattet, egal wo sie hingeht. Sie hat immer zerzauste Haare, die ungewollt einfach total schick aussehen. Sie benutzt nur wenig Make-up, hat aber immer geschminkte Lippen und sieht perfekt aus. Sie ist ein Genussmensch und raucht, genießt das Leben, trägt – wenn überhaupt – nur dezenten Schmuck und ist immer ausgeschlafen. Ansehen tut man ihr das aber nicht, denn ihr Schlafzimmerblick ist weltbekannt. Sie liebt Rotwein. Ah, nicht zu vergessen: Ihre natürlichen Augenbrauen, die zwar perfekt gezupft sind aber ungezupft aussehen sollen. Und: Sie ist niemals dick, sie kann essen was sie will. Workout macht sie auch nicht, denn das ist für französische Frauen kein Thema.

So lautet zumindest zusammengefasst die Definition einer französischen Frau. Denkt man jetzt an aktuelle französische Schauspielerinnen, wird man einen Unterschied zu ihren Kolleginnen aus den USA oder Deutschland eigentlich kaum Unterschiede merken. Wie auch, wenn die Damen überall dasselbe einkaufen und dieselben Magazine lesen? Es gibt für Männer sogar Tipps, wie man am besten an eine französische Dame kommt. Man muss ihr immer gaaaanz viele Komplimente machen, sie liebt Blumen und Schokolade. Und von der wird sie einfach nicht dick.

Der Autor und Journalist Matthew Fraser schreibt zum Beispiel auf seiner Website:

By the time French girls are adolescents, many have become manically adept at starving themselves to stay thin. They have also learned from their mothers the most effective appetite suppression technique: cigarettes.

Natürlich ist das irgendwo auch ein Klischee, aber seien wir uns ehrlich: Die wenigsten Frauen sind so schlank wie es die Magazine gerne hätten. Ohne Verzicht oder zumindest sehr häufigen Sport wird das also nix werden mit dem French-Girl-Aussehen. In den 70ern und 80ern gab es sogar einige Skandale, als hunderte Frauen durch den Missbrauch von Diätpillen gestorben waren. Fraser schreibt, dass die besagte Pille erst 2009 vom Markt genommen waren und zu diesem Zeitpunkt etwa 300.000 regelmäßige Abnehmer hatte. Das ist also kein Klischee. Französische Frauen haben den Ruf, schlank zu sein, weil viele von ihnen einfach konstant auf Diät sind. Mit französischem Genuss-Lifestyle hat das für mich überhaupt nichts mehr zu tun.

Joanna Robertson hat für BBC auch einen Artikel dazu geschrieben, in dem sie Sonia Feertchack, die Chefredakteurin eines französischen Gesundheitsmagazins, zitiert, wie es um dicke Frauen in Frankreich steht:

There is simply no mystery about it. Of course French women grow fat. But the fact is they daren’t, and some will even starve themselves because in this society to be a fat female is to be a failure.

Warum wird das Idealbild der französischen Frau dann immer noch verwendet? Weil die Amerikaner irgendwie eine fast perverse Verehrung gegenüber französischen Frauen ausüben und zelebrieren. Ihr Stereotyp ist zum Idealbild des gesamten unerreichbaren Schönheitsideals geworden. Und dieses wird eben über Fashion Magazine hochgehalten. Mit Frankreich oder dem Französischsein hat das überhaupt nichts mehr zu tun. Der Mythos lebt aber einfach weiter, weil er zu schön klingt um wahr zu sein.

Der Wiener Einheitsbrei

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Seit vielen Jahren wohne ich in der Nähe der Alser Straße. Jetzt innerhalb des Gürtels, also ganz nah, früher auf der anderen Seite, aber immer einen Katzensprung entfernt. Ich kenne diese Straße wie das Innere meiner Westentasche, da ich, wenn schon nicht direkt dort, immer zumindest auf vielen meinen Wegen durchfahre. Fast täglich.

Die Alser Straße hat einen großen Vorteil: Sie ist zwar einkaufstechnisch ob ihrer Größe nicht so erwähnenswert wie die MaHü oder die Kärntner Straße, hat aber aufgrund ihrer Nähe zum alten AKH eine tolle Lage. Nach dem Einkauf schnell noch einen Kaffee im Park trinken oder in der Gastwirtschaft sitzen, während die Kinder am Spielplatz spielen. Die Verkehrsanbindung ist gut und man ist fast mitten in der Stadt, immerhin ist schon einige Meter weiter der erste Bezirk.

Leider ist meine Wunschvorstellung von so einer Straße aber eine völlig gegensätzliche zu der realen: Statt individueller netter und attraktiver Läden herrscht hier der absolute Wahnsinn, der sich sogar noch über den Gürtel hinaus auf die Hernalser Hauptstraße zieht. Ja, ich möchte sogar meinen, dass der Hernalser-Hauptstraßen-Effekt auf die Alser Straße übergeschwappt ist und möchte euch das näher veranschaulichen.

Bis vor etwa über einem Jahr gab es auf der Alser Straße an der Ecke zur Pelikangasse ein sehr nettes Geschäft, dessen Namen ich – wie auch bei den restlichen – aus rechtlichen Gründen nicht nennen werde. Es gab dort so tolle Sachen. Ich war regelmäßig dort: Spiele, Spielzeug, Papeterie, Büroartikel etc. Viel bessere Auswahl als bei der Konkurrenz, es gab regelmäßig Aktionen und die Preise waren spitze. So spitze, dass ich echt viel dort gekauft habe, obwohl ich eine Internet-Bestellerin der Sorte Hardcore bin. Leider hat das Geschäft zugesperrt, unter der Hand hat mir eine Verkäuferin auf meine Nachfrage von finanziellen Schwierigkeiten erzählt. Schade, dachte ich. Es war das erste mal überhaupt, dass ich richtig traurig darüber war, dass ein Laden dicht macht. Für Spielzeug gibt es für mich jetzt überhaupt nur noch zwei mögliche Orte in Wien.

Ein paar Monate später eröffnete im frei gewordenen Geschäftslokal eine Drogerie. Kein Wunder, dachte ich. Die absurden Mietpreise in dieser Lage können sich wohl nur noch Konzerne leisten. Was mir damals aber komisch vorkam und worüber ich mich bis heute wundere: 200 Meter weiter, auf der selben Straße, nur auf der anderen Seite, ist das gleiche Geschäft.

Diese Absurdität hat auf der Alser Straße Tradition. Es gibt auf den wenigen Hundert Metern, die diese Straße hat, denn mehr sind es nicht, zwei Drogerien eines Konzerns, zwei Drogerien eines anderen Konzerns, zwei Lebensmittelgeschäfte eines Konzerns und dazwischen ein paar andere Riesen. Die Kleinen sterben aus und werden zunehmend durch die Goliaths ersetzt. Im Unterschied zur Hernalser Hauptstraße gibt es hier allerdings nur ein Wettcafé. Das ist aber auch schon das einzig Positive.

Die ehemalige Niedermeyr-Filiale steht übrigens seit Jahren leer und ist nur noch interessant für Sprayer. Die Trafik neben der Apotheke hat vor kurzem dicht gemacht, aber kein Wunder, denn innerhalb von 150 Metern gibt es zwei andere.

Die einzig attraktiven sind ein Schokoladen-Geschäft, ein Blumenhändler und ein Buchladen. Die anderen wechseln alle paar Monate den Besitzer. Mal ist es Kinderbekleidung, mal Schmuck, mal Haarentfernung, mal Lachs (ja, wtf).

Ich hätte mir jedenfalls statt dem Einheitsbrei mal etwas anderes gewünscht. Aber etwas, das dann auch mal länger bleibt. Wünschen wird man sich sowas ja wohl noch dürfen. Auch wenn es unrealistisch ist.

Die Suche nach dem Brautkleid. Oder: Wien ist keine Modestadt

Man liest ja immer wieder und es ist ja auch kein sonderlich großes Geheimnis, dass Wien für Wählerische zum Shoppen von Kleidung einfach absolut ungeeignet ist. Und glaubt mir, wenn ich euch sage, dass sich dies vor allem dann bemerkbar macht, wenn man nach einem Brautkleid sucht. Die Auswahl an sich ist ja nicht unbedingt klein. Es gibt große Geschäfte, die einen riesigen Fundus an Kleidern haben und auch einige kleinere Shops, die sicher eine gute klassische Auswahl bieten. Aber da wären wir auch schon beim Problem: Wer an seinem “großen” Tag eine Prinzessin sein will und auf Bling-Bling steht, wird in Wien absolut kein Problem haben. Eine Bekannte meinte auf Facebook, in Wien sei der “Sissi-Einfluss” einfach zu groß und vermutlich hat sie recht.

Avantgardisten oder unkonventionelle Designer in Sachen Brautkleid gibt es – abgesehen von Michel Mayer und Eva Poleschinski – mit Sicherheit so gut wie keine. Und bei den wirklich “großen” Designern sucht man in Wien ebenfalls vergebens. Keine Vera Wang, kein Oscar de la Renta, eine sehr kleine Auswahl an Valentino und einige Modelle von Elie Saab. Abseits davon gibt es eigentlich NICHTS. Außer ich weiß von irgendeinem Geheimtipp nichts, aber meine intensive Recherche der letzten Monate hat einfach nichts Brauchbares ergeben.

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Pinterest eignet sich übrigens hervorragend, um sich Inspirationen für Kleider zu holen (klicken, um auf mein Pinterest-Board zu gelangen)

Dabei sind meine Kriterien für das Brautkleid meines Erachtens gar nicht so groß oder außergewöhnlich:

  • Es soll modern sein
  • Nicht “zu brav” aussehen
  • Kein Glitzer
  • Keine Pailletten
  • Keine Blümchen-Stickereien
  • Keine kitschige Spitze
  • Qualitativ höchstwertige Stoffe

Kurz zusammengefasst: Ich. Mag. Kitsch. Nicht. Punkt.

Bei Kriterien Nummer drei, vier und fünf fallen schon einmal locker 90 Prozent aller Kleider weg. Ich bin sicher, dass viele Frauen an ihrem Hochzeitstag glänzen wollen. Im wahrsten Sinne. Das ist auch absolut okay, aber nicht jeder Frau gefällt das. Und zu mir passt das einfach überhaupt nicht Mir kommt vor, dass viele Unternehmen, die Hochzeitskleider herstellen, einfach in den 90ern stecken geblieben sind. Die Designs haben sich kaum verändert und diese kleinen Details an den Kleidern sind einfach immer wieder die gleichen. Leider. Absolut kein Mut, auch ein paar unkonventionelle Modelle herzustellen. Aber ja, vielleicht ist die Zielgruppe dafür auch eine viel zu kleine.

Viele meiner Freundinnen und Bekannten haben in den letzten ein bis zwei Jahren ihre Kleider zum Großteil im Ausland gekauft. London, Paris, Mailand. Ja, sogar Tel Aviv. Dort gibt es nämlich den oben besagten “großen” auch eine Menge kleiner netter Designer, die tolle Sachen machen und auch offen für Individuelles sind. Ich meine, sogar in Beirut gibt es coolere Sachen als bei uns.

Auf jeden Fall habe ich mein Kleid quasi schon ausgewählt, werde mir im Jänner in Wien noch ein oder zwei Sachen anschauen und dann das Wunschkleid holen – allerdings nicht in Wien.