Interieur and Gardening

Warum man sich das mit den Tomaten antut

21 May ’13

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Das Schöne am Gärtnern ist ja, dass man Geduld haben muss. Wer im Februar beginnt, Tomaten auszusäen, wird nicht nur einige Zeit vorüber streichen sehen, bis er seine Früchte schlussendlich ernten kann, es wird auch noch einiges an Arbeit abverlangt. Die Tomaten, die bis zu den Eisheiligen drinnen bleiben und immer größer werden, wollen umgetopft und in gute Erde gesteckt werden. Gut deshalb, weil die Anzuchterde irgendwann einfach nicht mehr ausreicht. Deshalb greife ich zum Bio-Dünger und zu Bio-Erde. Gewöhnliche Blumenerde ist für Tomaten ungeeignet, da sie oft schon kleine Perlen an Dünger besitzt und die Tomaten somit nicht wirklich zum Verzehr geeignet wären. Zumindest würde mir das ziemliche Sorgen bereiten. Theoretisch könnte man Tomaten einfach im Geschäft kaufen. Wozu dann der Aufwand? Weil es einfach nichts Schöneres gibt, als die eigens angebauten Früchte zu essen und es noch dazu sehr viel Spaß macht und einen entspannt.

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Ich habe drei verschiedene Sorten angebaut, alles kleine Tomaten, die in die Kategorie “Cherrytomate” fallen. Gelbe und rote. Beim Umtopfen darf die Tomatenpflanze ruhig ganz runter in den Topf. Es ist nicht schlimm, wenn ein oder zwei Blätter dabei in der Erde verschwinden.

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Also nimmt man sie vorsichtig aus ihren bisherigen Herbergen. Vorher sollte man aber schon einen großen Topf bereitstellen (zwischen 30 und 40 Zentimeter Durchmesser sollten reichen) und diesen vorsichtig zu einem Drittel mit Erde anfüllen.

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Die Tomaten werden dann eingesetzt und der Topf wird rundherum mit Erde (und eventuell noch etwas Dünger) aufgefüllt.

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Ein Stäbchen oder Bambusstab als Stütze ist für die Tomate nicht ganz verkehrt. Danach kann und muss man wieder warten. Zu beachten ist, dass die Tomate gut gegossen wird, aber nicht im Wasser steht. Austrocknen sollte sie vor allem nicht, wenn sie beginnt, Früchte zu tragen. Wichtig ist es auch, die Tomate auszugeizen. Die sogenannten Geiztriebe entstehen zwischen dem eigentlichen Stamm und einer Abzweigung (siehe Pfeil). Kommen hier etwa neue Triebe raus, sollten sie sofort entfernt werden.

Da ich noch unzählige Pflanzen habe, gebe ich sie gerne her oder tausche für eine andere Pflanze. Es wäre schade, wenn ich sie entsorgen müsste. Freiwillige können sie gerne bei mir abholen. Wer in der Zwischenzeit mal lesen möchte, warum andere Menschen das Gärtnern so toll finden, kann sich dieses Buch hier mal zu Gemüte führen: “The Roots of my Obsession” von Thomas Cooper zeigt vierzig verschiedene Gärtner und ihre Motivation hinter diesem Hobby und Beruf. Ein großartiger Einblick in die Welt der Naturfreunde.

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Ich persönlich finde das Gärtnern ja deshalb so spannend, weil man immer auf etwas wartet und sich dann freut, wenn etwas passiert. In einer Welt, die sich so schnell bewegt, ist es auch manchmal ganz cool, wenn einem die Natur sagt, wo es langgeht. Denn am Ende entscheidet die Pflanze, ob sie will oder nicht. Und nicht wir.

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Besonders gefreut hab ich mich, dass etwa zwei Minuten, nachdem ich meine Hände aus der Erde gezogen habe, die lieben Freunde von Green Rabbit geklopft haben und meine nächste Pflanze gebracht haben: Eine Astilbe und als Geschenk dazu eine kleine süße Orchidee. Habe mich wie immer riesig gefreut, vielen Dank an dieser Stelle! Was für schöne zarte Blätter diese Pflanze hat.

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2 Comments

  • Reply Em 21 May ’13 at 15:21

    Die sind aber schön geworden und so gross! Meine sind leider viel kleiner, liegt wohl an der wenigen Sonne in meinem Stadtgarten. (und ich habe später mit dem Anbau begonnen). Schöner Post!

    • Reply iwonaw 21 May ’13 at 15:28

      Hallo Em! Danke :) Nicht verzagen, einfach abwarten. Die können auch noch sehr spät ziemlich in die Höhe schießen :)

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