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Tag 14 – Ein Buch aus deiner Kindheit

14 Jul ’10

Als ich von Ivys Bücherprojekt erfuhr war ich sehr gespannt was da wohl für Bücher vorgestellt werden. Da ich aber nicht nur konsumieren sondern auch produzieren wollte entschied ich mich dazu mir auch ein Thema auszusuchen. Nur was sollte es werden? Das Hassbuch? Oder doch das Lieblingsbuch? Nach kurzem überlegen entschloss ich mich für das Thema “Ein Buch aus deiner Kindheit”.

Als Kind habe ich viele Bücher gelesen und meine Eltern haben auch immer brav für Nachschub gesorgt. Leider erinnere ich mich nicht mehr an das allererste Buch das ich “gelesen” habe. Wird wahrscheinlich so ein Fünf-Seiten-Papkarton-Buch gewesen sein dass ich vermutlich mehr weichgelutscht als angesehen habe. Aber nun zurück zum Thema.

So wirklich konnte ich mich nicht mehr an die Lektüren meiner Kindheit erinnern. Um diese Wissenslücke aufzufüllen machte ich das was wohl ziemlich viele in meiner Situation gemacht hätten: Ich fragte meine Mama. Und die hat natürlich den Großteil meiner Kinderbücher aufgehoben. Als sie mir die Kiste mit meinen Kinderbüchern zeigte war ich erstmal selbst erstaunt wie viele das eigentlich waren. Beim durchwühlen der Kiste kamen auch einige Erinnerungen wieder hervor. In der Volksschule waren meine Mitschülerinnen und ich die wohl größten “Hanni & Nanni” Fans die man sich nur vorstellen konnte. Mit 14 las ich begeistert diese Teenager-Liebesromane, in denen bereits Kleinigkeiten eine mittlere Katastrophe auslösen konnten und am Ende sich aber wieder alle lieb hatten. Als ich weiter in der Kiste herumstöberte stieß ich auf ein Buch von Michael Ende (Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch). Ich konnte mich zwar erinnern dieses Buch gelesen zu haben, hatte aber dennoch keine Ahnung um was es in dem Buch ging.

Eine Buchempfehlung zu schreiben ohne den Inhalt zu kennen ist nun auch nicht so einfach. Mir blieb also nichts anderes übrig als das Buch zu lesen. Während des lesens fiel mir auf, dass hier sehr viele Details genauestens erklärt wurden (z.B. warum der Mantel des Zauberers genau diese eine Farbe hat). Auch Abschweifungen vom eigentlichen Thema waren immer wieder zu finden. So musste ich einige Male nachsehen um was es eigentlich ursprünglich ging als der Autor wieder beim ursprünglichen Punkt weitermachte. Ob ich damals bereits alles verstand, was in dem Buch beschrieben wurde, kann ich leider heute nicht mehr beurteilen. Aber nun kurz zum Inhalt:

Das Buch handelt vom Zauberer Belzebub Irrwitzer und dessen Tante Tyrannja Vamperl. Mehr oder weniger gemeinsam wollen sie einen besonderen Punsch brauen, der alle Wünsche ins Gegenteil umkehrt. Somit könnten beide ihr Soll an bösen Taten erfüllen. Der Kater des Zabuerers, Maurizio di Mauro, und der Rabe der Hexe, Jakob Krakel, versuchen dies jedoch zu verhindern. Ob sie es schaffen werde ich hier nicht verraten.

Aber was bedeutet eigentlich satanarchäolügenialkohöllisch? Im Buch wird es folgendermaßen erklärt:

“Es handelt sich dabei um eines der Wörter, die in Zauberbüchern vielfach Verwendung finden und die man Persepektiv-Wörter nennt, wahrscheinlich, weil sie sich auseinanderziehen und zusammenschieben lassen wie jene altmodischen Fernrohre aus Messing die man Perspektive nannte” [Michael Ende, “(Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch”, Litera Buch- und Verlags-Aktiengesellschaft in Basel, 1989 p.88]

Ein Buch aus meinen eigenen Kindertagen zu lesen, war eine witzige Erfahrung für mich. Anfangs las ich noch mit Begeisterung aber nach ca. 100 Seiten hat es sich dann doch etwas in die Länge gezogen. Aber es hat mir schlussendlich doch Freude bereitet, dieses Buch zu lesen. Für Kinder die gerne Geschichten über Zauberer und Hexen lesen ist dieses Buch sicher eine nettes Geschenk.


Tja, was gibts über mich zu sagen? Allzu spannend ist mein Leben ja nicht. Ich lebe, studiere und arbeite in Wien. In meiner Freizeit besuche ich gerne Web 2.0 Veranstaltungen. Im Sommer sitze ich gerne bei meinen Eltern auf der Terrasse und im Winter findet man mich meistens beim Kachelofen.
Achja im Internet bin ich natürlich auch auf Facebook, Twitter (Lil_81) und auf meinem Blog (aenderts.net/blog) vertreten.

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11 Comments

  • Reply (mad) 14 Jul ’10 at 10:59

    Tolles Jugendbuch – manche Dinge versteht man aber wirklich erst Jahre später, etwa welche reale (und noch lebende) Persönlichkeit hinter dem „Büchernörgele“ steckt. Ist’s dir beim Wiederlesen aufgefallen? Sonst schau dir einfach mal die Illustrationen genauer an :-)

  • Reply Bettina 14 Jul ’10 at 11:39

    Lol. Ich hab mir jetzt die Zeichnung genauer angesehen und muss sagen, er erinnert mich doch stark an eine bekannte Persönlichkeit ^^

  • Reply Ivy 14 Jul ’10 at 11:46

    Ich muss sagen, ihr habt mich jetzt ganz schön neugierig gemacht…

  • Reply (mad) 14 Jul ’10 at 11:53

    Vielleicht kann dir Bettina mit einer Seitenzahl aushelfen, ich hab das Buch jetzt nicht bei mir (im Büro). Weil wir möchten ja die anderen LeserInnen nicht spoilern, oder?

  • Reply Bettina 14 Jul ’10 at 12:12

    Also in meiner Version des Buches ist das Büchernörgele auf Seite 194.

  • Reply lena 14 Jul ’10 at 15:48

    na allein vom namen her und dann noch der zusatz mit “noch lebend” sagt eh schon alles – ich kenn das buch nicht, bin mir aber sicher um wen es geht :-)

  • Reply Ivy 14 Jul ’10 at 15:51

    Ich glaub ich stehe einfach auf der Leitung. grml

  • Reply Ivy 14 Jul ’10 at 15:53

    zu “Büchernörgele” würde mir ein Mensch einfallen. Aber wieso sollte Michael Ende Reich-Ranicki verarschen wollen?

  • Reply 571 » Twitter Trends 14 Jul ’10 at 22:59

    Den gestrigen Teil muss ich selbst nachlesen, aber Tag 14 featured einen meiner Lieblingsautoren: #3131…

  • Reply bobschi 21 Jul ’10 at 19:19

    Ich hab das vor 2 Jahren wieder gelesen. Wunderbares Buch, und sehr gute Rezension.

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